it has begun!
Lange war’s ruhig um mich, doch das heisst nicht, dass es ruhig ist um mich oder ich ruhig bin / wurde… Nun schiebe ich wiedereinmal es Brichtli nach, was so alles abging da unten neben dem Silvesterfeuerwerk in Brisbane, welches frühzeitig den Abendhimmel schmückte...
Erst das Sachliche: Die Prüfungen sind soweit gut gelaufen. Überraschenderweise sind gewisse Teile überdurchschnittlich gut von der Hand gerutscht, wobei aber wieder andere Teile Probleme darstellten. Jedenfalls sind die Papiere ausgefüllt und bereits in England unter der Korrektur. Ich bin optimistisch wie eh und je und hoffe auf ein positives Resultat...
Doch dafür liess ich gleich am nächsten Tag den Hund von der Leine und begann die langersehnte Reise! Erst galt es, Überflüssiges in die Heimat zu schicken. Nicht ganz günstig, zugegebenermassen, doch ersparte es mir einen zweiten Koffer. Das Flugi brachte mich dann mit beachtlicher Verspätung problemlos nach Adelaide, wo mein Trip startete, meine Ferien sozusagen für die letzten 12 Wochen harte Arbeit, da ist eine fast eins-zu-eins-Kompensation wohl nicht übertrieben?
Adelaide selber gibt mir ein Bild wie ein übergrosses Dorf. Nicht nur weil eine Skyline fehlt (brauchts auch gar nicht), sondern mehr einfach der Charakter, der Charme ist nicht grossstädtisch. Heisst aber nicht, dass Adelaide keinen Besuch wert ist, im Gegenteil: Die saloonmässig gekrönten Strassen, der botanische Garten mit einem Tropenteil und die Flussgegend sind allesamt Werte, in denen sich Adelaide loben kann. Auch ein Santa aus Sand mit all seinen Kumpanen fehlte nicht (wenn er schon in der Schnee-edition nicht erhältlich ist) und liess zumindest für einen Augenblick den Gedanken aufflammen, dass ja bald Weihnachten ist (wäre)… Adelaide wurde mir von einer ortskundigen Kollegin gezeigt, die dort wohnte und mir gleich auch ihre australische Heimat namens Glenelg für den nächsten Tag empfahl, wo ich dann auch mit dem Tram, der neusten Erfindung übrigens, hinging. Die Gegend ist ziemlich nett und hat auch einige imposante Häuser zu präsentieren, die von einem gewissen Wohlstand zeugen. Ein Spaziergang am Meer entlang, ein flugser Ausflug aufs Jetty und der gemütliche Gang in der „Bahnhofstrasse Glenelgs“ brachten auch diesen Tag rasch zu Ende.
Die
Kangaroo Island Tour stand bis kurz vor Startschuss im Ungewissen: Bushfires wüteten auf der Insel, zerstörten grosse Teile des Landes. Mal hörte man, es seien 7% des Landes betroffen, dann von irgendwoher kam es „25%, it’s out of control“ hergewindet – Man wusste nicht so recht, was jetzt genau Sache war. Schlussendlich war die Info, die Tour wird durchgezogen, das erste Mal seit ca. 10 Tagen! Uff! Mit breitem Grinsen und freudigem Gesicht ging’s also frühmorgens (6.30Uhr – früher als mancher im Büro erscheint ) los.
Erst auf dem Neuland stolperten wir einen Hügel hoch, wo man fast die ganze Insel sah. Manch einer habe schon behauptet, er sähe N-O-S-W-Ende von hier, doch es ist schlichtwegs nicht möglich. Die Insel, in der Länge ca. 150km, weiter als ZüriBern, ist eigentlich ziemlich eben und hat nur wenige hügelige Gebiete. Eines davon ist die Little Sahara, eine riesige Sanddüne, die langsam vom Wind getrieben über die Insel kriecht. Der Sand war schlichtwegs crazy, wohl das Feinste von Nepi je gesehene! Da schrie es fast förmlich nach Sandboarding! Viele Versuche landeten jedoch im Schnee… sorry, im Sand, doch einige gelangen ziemlich gut und die Besten wurden sogar fleissig beklatscht. Selbst Nepi, ein eingefleischter Skirennfahrer und nie-Umgestiegener, versuchte sein Glück auf dem Brett. Bilanz: einmal fast total geglückt, das zweite Mal die Hosentaschen gefüllt.
Am Nachmittag führte unser Guide uns an einen Strand, der durch eine Felsformation versteckt ist. Der Gang hindurch war abenteuerlich, wenn auch etwas ungewohnt. Etwa so ungewohnt wie Pinguine in Australien… Oder im australischen Sommer zu frieren? – Beides war der Fall am Abend! Nach dem Eindunkeln gingen wir Pinguine beobachten. Die Meeresbrise war echt stief und Nepi hatte natürlich nur kurze Hosen und einen dünnen Pulli dabei… Es waren nicht wie erwartet Kolonien an die mehreren Dutzend Tieren, sondern bloss ein Aktivling, der uns aber umso mehr amüsierte, watschelte er doch vom Lichtkegel irritiert zielstrebig die Felsen.
Der zweite Tag der Tour war dann leider etwas enttäuschend: Wir wollten ursprünglich Admiral Arch, Seals, Rock Formation und weitere höchst interessante Dinge anschauen gehen, doch die fires machten einen dicken Strich durch die Rechnung. Als Ersatz stand ein 9km Walk durch Dickicht und Gestrüpp, über Felder und entlang dem Flusse und ein kleiner Abstecher nach Kingscote, die erste Siedlung in Australien und quasi die Hauptstadt der Insel, auf dem Programm. Klar, es war auch schön und interessant, doch leider kein wirklich ehrenwerter Platzhalter für Verpasstes.
Mit einem privaten Böötli gings schlussendlich über Wellen und Wogen zurück ans Festland. Das Schaukeln war herausfordernd, auch wenn der Capt’n bloss meinte es sei ein „walk in the park“... *glp*
Nach Adelaide und Kangaroo Island holte ich mein Mietauto ab und düste schon mal richtung Mt. Loft Summit los, Adelaide’s Üetliberg. Eine nette Aussicht krönte diesen ersten Gehversuch auf der Strasse, bevor ein weiterer Halt in Hahndorf anstand, ein kleines, deutsches Dorf mit deutschem Bier, Weisswurst und „Lowenbrau“. Mit schrecken stellte ich dann fest, dass ich doch langsam weiterfahren sollte, ansonsten mein weit entferntes Ziel, der
Grampians Nationalpark, weiter in die Ferne rücken würde. Schlussendlich aber erreichte ich den Park ohne Mühe und Juflereiä. Imposant, wie das Land einfach flach ist über mehrere hundert Kilometer und irgendwo ragen dann plötzlich einige Hügel in die Höhe. Via zwei Lookouts, welche beide eine vernebelte Aussicht boten, erreichte ich die Jugi, ein Eco-hostel, wo alles grün ist und grün blüht. Das Duschwasser beispielsweise wird für die Toilettenspülung wieder verwendet.
Pinnacle – die beliebteste Tour im Nationalpark, musste natürlich sofort ausgetestet werden. Der Pinnacle ist übrigens nur vom Gipfel aus erkenntlich, Blicke aus dem Tal empor der Bergkette bergen immer eine gewisse Verzweiflung in sich und münden in einem schlichten „one of them is the pinnacle“. Der Aufstieg durchlief durch viel „Wald“, sprich ausgetrocknete Bäume und verhungertem Gestrüpp, die eine Unmenge an Käfern Unterschlupf gewähren, welche einen ohrenbetäubenden Mais machen! – Selbst Motörhead hätten Mühe da Paroli zu bieten! Echt, ihr könnt euch nicht vorstellen, wie das schrill und täubend ist… Nach mühsamen 40 Minuten im Krach wird man dafür mit dem Grand Canyon belohnt. Der Canyon mag zwar nicht ganz die Tiefe seines amerikanischen Bruders erreichen, ist aber auch sehr imposant. Vorallem erfreut man sich dem gelegentlichen Schattenwurf, weil die Sonne doch auch schon schonungslos herniederbrutzelt und den Schweiss nur so aus den hintersten Porenwinkeln lockt. Doch der Gipfel selber ist es dann wert, diese backofenähnliche Umstände widergestrebt zu haben: Wie in einem Flugzeug blickt man ins Tal herunter und geniesst den Wind im Gesicht.
Im Abstieg dann eine schweizerische Szene: Einige Asiaten machen gerade Pause, je eine Halbliter-Flasche in der Hand (2 Liter waren sogar zu wenig) und die Zunge schon fast am Boden, erkundigen sie sich, wie lange es etwa noch sei. Die angegebenen 20 Minuten lässt sie aufschrecken: „I thought it’s just a 5min-walk…“.
Über weitere Sehenswürdigkeiten wie Wasserfall (ein Rinnsal) oder einen weiteren Hügel schlängle ich mich dem Dorf entgegen, wo ich dann fragend hochblicke, auf welchem Bergli ich jetzt nun genau gewesen sei...
Am Abend wollte ich eigentlich den Sonnenuntergang beobachten, doch drohendes Gewölk liessen die Stimmung am Himmel zwar beleben, aber den Untergang selber frühzeitig untergehen.
Der zweite Tag ging ich etwas gemütlicher an. Zwar wollte ich den Walk zum als „the largest waterfall in the world“ gepriesene MacKenzie-Wasserfall machen, doch war dieser wegen, wen wunderts, bushfires gesperrt. Anyway, gemütliches Besichtigen weiterer Plätze liessen die Zeit genau so verrinnen.
Die Sache mit dem Sonnenuntergang vom Vorabend war für mich jedoch noch nicht gegessen, versuchte ich es einfach nochmals – diesmal mit Erfolg! Der Feuerball neigte sich langsam dem Horizonte zu, der sich über einen unglaublichen Kessel erstreckte und verzauberte den Himmel erst in ein helles, dann immer orangener werdendes Kleid, bis die Nacht Überhand nahm und die Sonne gänzlich in den Mittagsschlaf schickte.
Die Tage, die dann folgten, fielen regelrecht ins Wasser. Erst wars nur bewölkt, doch dann setzte der Regen und ein Jungfraujochlüftli ein. Die Sachen, welche ich anschauen wollte, mussten auf ein Minimum begrenzt werden. Da waren diverse „Capes“, welche ich besichtigte, die von scharfem Fels und wildem See umgeben waren (und in diesem Fall auch von luftigen Böen). Selbst ein „versteinerter“ Wald konnte ich besichtigen, doch um ehrlich zu sein, Mammutbäume schmückten diesen „petrified forest“ bestimmt nicht. Auch gab es abertausende Fliegen, die es sich auf meinem Rücken bequem machten und mir ständig um den Kopf schwirrten, zeitweise sogar Photos versauten. Erst rettete ich mich im herzigen Port Fairy, um am nächsten Tag einige Stunden vergeblich im Auto auf die Sonne zu warten, um schöne Fötelis vom Kap und Umgebung zu schiessen. Der Versuch gab mir einen kalten Wind an nackte Beine und Arme und peitschte den Regen nur so ins Gesicht, mehr als 14° durfte das Thermo da sicher nicht angezeigt haben. Um es wieder mal klarzustellen: hier unten ist alles verkehrt: Neben Wasserhähnen und Autospuren kann’s im Süden bitter kühl/kalt werden, während sich Leute im Norden von der Hitze kaum zu retten wissen.
Somit musste ich die Fahrt der
Great Ocean Road um mindestens einen Tag verschieben. Petrus zeigte dann erbarmen und schickte zumindest teilweise ein sommerliches Lächeln durch das schwache Gewölk.
Die Great Ocean Road, so dachte ich, sei eine Strasse am Meer entlang und bietet da und dort etwas „Schönes“, was auch richtig ist, nur das ich dieses „Schöne“ masslos unterschätzte. Schon die erste Sehenswürdigkeit, den Childers Cove, gab mir einen Hauch Ahnung, was noch folgen könnte. Was aber dann tatsächlich folgte, putzte mich gleich mehrmals um!
Bay of Island: Kann man sich wirklich wie eine Bucht vorstellen, in der die „Felszapfen“ hochragen. Verschiedene Aussichtspunkte an der einen Seite der Bucht bieten eine wunderschöne Sicht auf das Meer und die nicht zu erklimmenden „Inseln“. Schon mal extrem imponierend, doch verhältnismässig immer noch Intro.
The Grotto: Wie kann man the Grotto beschreiben? – Ein Loch in der Wand? – Ne, ist keine Wand. Ein Tunnel? – zu kurz. ein Bogen? – zu dick… Wie auch immer, the Grotto ist felsmassig, dick, massiv und stämmig wie Obelix und selbst Obelix könnte hindurch kriechen! Beeindruckend!
London Bridge: Vor einigen Jahren gab es noch quasi zwei London Bridges, die Verbindung zum Festland ist jedoch eingestürzt und vom Meer verschlungen worden. Wie auch immer, the London Bridge steht nun ganz alleine im Meer und ist, neben den Aposteln wohl eines der grössten Merkmale der Great Ocean Road. Der Quader imponiert nicht bloss durch seine Form und Unterspühlung, sondern auch wie er alleine im Meer thront und seine Macht demonstriert! Oberhammer!
Loch Ard Gorge: Hier sank einst das Schiff „Loch Ard“ mitsamt den Passanten, ausser zwei, die sich in die Schlucht retteten. Die Schlucht selber hat, kurz gesagt, selbst meine Knöchelsöckel in den Grund und Boden gerölelet! Einfach crazy, wie sie von massigen Felswänden umgeben dort verweilt und eine Oase sondergleichen bietet (wenn auch etwas vom Tourismus überrollt). Die weiteren Felsformationen, Löcher, „Rasierklingen“ und Pilzköpfe (Letzteres ist ‚ne inoffizielle Bezeichnung), welche um die Schlucht herum zu finden sind, lassen Menschen heute wie gestern einfach baff-staunen! Irre, wirklich killermässig! Bei allem Respekt gegenüber unseren einheimischen Steinmannlis, but this is just marvellous, gorgeous, breathtaking!!!
12 Apostels: Sie stehen nicht mehr, alle zwölf, aber diejenigen die stehen, sind neben dem Opera House in Sydney und dem Ayers Rock im Zentrum wohl eines der grössten Touristenmagneten des roten Kontinents! Egal in welchem Stress man ist, die 12 Apostels werden besichtigt! Diese in den Himmel ragenden Felsen zogen unzählige Besichtiger in ihren Bann und boten ein Motiv für unzählige Fotos. Is’ schon beeindruckend, wenn man ein Werk der letzten x tausend Jahre vor sich stehen hat!
Gibbson Steps: Dies ist simpel gesacht ein Beachzugang. Treppen führen der steilen Sandsteinfelswand entlang runter zum Strand, wo man sich neben diesen gigantischen Abbrüchenziemlich winzig fühlt.
Der zweitere Teil der Road zeigte sich dann eher von den Lookout-technischen lockeren Seite: Das Lighthouse am Kap Otway war zwar die Reise durch die schöne Gegend wert, aber es selber nicht. Nix weltbewegendes (war einst die Verbindung zu Tasmanien). Die Strasse führt ab Apollo Bay alles dem Meer entlang und bietet neben einigen passmässigen Kurven eine stetige Sicht auf den wunderschönen, blauen Ozean. Die Lookouts sind hier eher spärlich gesäht, doch die Fahrt selber ist praktisch ein einziger Aussichtspunkt! Allgemein muss mal gesagt werden, dass die Fahrten hier durch Gegenden führen, die schwer beeindrucken! Fühlt man sich gerade in einer langgezogenen Allee wohl, so ertappt man sich im nächsten Moment in einem kleinen Tal (so im Grampians Nationalpark), oder die Strasse führt durch einen Wald, den man so in Europa nicht kennt.
Zwar endet die Great Ocean Road in Torquay, ich selber fuhr noch bis Queenscliff weiter, das Ende der westlichen Buchtseite der „Melbournebucht“ und dementsprechend auch ziemlich countrysidestylish! Glücklicherweise lernte ich im Hostel zwei nette Ladies kennen, die, wie sich herausstellte, in derselben Schule wie ich waren und sogar selbige Freunde haben (Einen überraschten wir in Melbourne und der staunte lauter Bauklötze!). So verbrachten wir zusammen Weihnachten bei Sonnenschein, Hitze und ohne Schnee und fuhren ein bisschen auf der Halbinsel herum, erkundeten Strände und genossen die Sonne. Da auch in Aussie am 25igsten wirklich ALLES geschlossen hat, hielten sich die Mahlzeiten extrem im Rahmen, der einheimische Festbraten schrumpfte auf eine aufgewärmte Pizza, ein kühles Bier musste dem 50jährigen Weihnachtswein von Tante Emma Paroli bieten. Spezielle Weihnachten, aber trotz allen Umständen schlicht unvergesslich!
Während die zwei Mädels die Schönheit der Great Ocean Road erlebten, zog ich richtung
Melbourne weiter. Ist ziemlich challenging, alleine in einem Auto in eine wirkliche grosse Grossstadt zu fahren ohne GPS. Erst drehte ich eine Runde vor ‚nem 5Sterne-Schuppen, dann gelang ich beinahe wieder auf den Freeway, erkannte aber noch rechtzeitig, wo ich wirklich war und konnte dann mehr oder weniger problemlos das Vorzeigehostel (350 Better, saubere Nasszellen, Dachterrasse mit fantastischer, freier Sicht auf die City!) erreichen. Die ersten Eindrücke aus der Windschutzscheibe flashten mich schon dermassen, dass ich dann kurzentschlossen einfach losging. Was aber dann kam, das haute mich gänzlich aus den alten Schuhen! Zwar sind nach wie vor alte Gebäude ersichtlich, doch die architektonischen Meisterwerke sind neuerem Datum und machen die Stadt zu dem Speziellen, was sie ist! Hier wird (endlich) nicht nur im rechten Winkel gearbeitet, man baut extraordinäre Häuser, topmodern, ohne ins Exaltierte abzudriften und „strange“ zu wirken oder futuristische Höhen zu erklimmen, und doch ist jedes Haus wieder total anders, aber keines fällt aus dem Rahmen oder will übermässige Aufmerksamkeit erhaschen.
Die Art, die moderne Architektur hat mich hier gepackt wie noch nirgendswo sonst. Das CityCenter ist ziemlich gross, da schrumpft Brisbane’s Center fast zu einem familiären Dörfchen zusammen. Die Flusspromenade bietet viel Platz, der Verkehr ist kaum hörbar (obwohl sichtbar) und Strassenkünstler haben auch ihren Platz. Selbst die Cricket-Liveübertragung (schrecklicher Sport) kann man in bequemen Strandliegestühlen geniessen! Was aber das Mass hoffnungslos zum überlaufen brachte war, dass der Weihnachtsausverkauf bereits am 26. Deze begann. Die Strassen waren somit überflutet, die Shops bis 23 Uhr!!! mit Menschen gefüllt, man konnte fast meinen, es gäbe was gratis!
Ich selber habe mich durch die Strassen geschlichen und bin dem Ufer entlang zum Aquarium gelaufen, wo ich gleich meinen ersten Eintritt verbuchte. So ziemlich alles über die Unterwasserwelt wird hier gezeigt, von riesigen Krabben über Rochen, Haien zu Quallen und Seesterne ist eigentlich jedes Wassertier um Australien herum irgendwie erwähnt.
Apropo Gratis… Hier ist noch relativ viel gratis. Das Museum ist für Studenten gratis, es gibt ein gratis Circle-Trämli, welches um die City kurvt und eine Sightseeingtour ist ebenfalls preislos.
Auch die nahegelegene Bayside erkundeten wir bereits, die mich aber nicht so überzeugte: Strandhüslis reihten sich aneinander, so auch Menschen, welche auf die entsprechenden Sonnenverbrennungen warteten.
Der botanische Garten gehört zu den grössten weltweit und ist einer der ältesten dazu. Man kann sich locker einen Tag dort verweilen, sei es fürs Picknick oder zum erkunden. Der Skydeck ist das höchste Gebäude Australiens… sorry, in the southern hemisphere (wie so vieles halt) ist. Die Aussicht über die Stadt ist dann auch schlichtwegs überwältigend! Auch das älteste Gefängnis Australiens (oder sogar in the southern hemisphere) musste dran glauben. Der Einblick war zwar beeindruckend und interessant, doch als „australians most wanted attraction“ würde ich es jetzt auch gerade wieder nicht bezeichnen. Und wenn wir schon gerade in the southern hemisphere-Phase sind, so muss das Crown Grand Casino auch erwähnt werden! Riesig! Slots bilden ein verblüffendes Labyrinth, in welchem man sich locker verlaufen kann, Blackjacktables reihen sich an Roulettetischen und der untere Floor ist nur für Pokereien ausgestattet. Einfach crazy, und überall klingelts und blinkets – man könnte fast wahnsinnig werden...!
Melbourne ist echt eine dicke Stadt und wenn’s zurück nach Aussie geht, dann steht Melbourne oben auf der Liste! Ich könnte noch seitenweise schreiben über diese Stadt, belasse es aber mal beim „Wichtigsten“.
Nun ist bereits der letzte Tag im Jahr und die Hitze wird langsam unerträglich. Da kann man sich direkt auf Tasmanien, die nächste Etappe, freuen, wo es sicherlich kühler ist. Bevors aber weitergeht, geniesse ich noch meinen letzten Tag in dieser grandiosen City und freue mich aufs feiern!
Noch was zu den Fotos, die natürlich auch brandaktuell hochgeladen wurden: Am liebsten hätte ich jedes zweite Abbild oder noch mehr hochgeladen, doch das würde schlichtwegs den Rahmen sprengen. Ich musste mich leider auf die Notwendigsten begrenzen, hoffe aber, immerhin dies erfüllt zu haben… In der Kürze die Würze
Phu, ist doch noch einiges zusammen gekommen in den letzten zwei Wochen…. Bleibt mir nun nur noch ein gutes Rest-2007 und einen superguten Rutsch ins 2008 zu wünschen! Ich werde ins 2007 rüberwinken, wenn uns hier das neue Jahr bereits überrollt hat.
Somit schicke ich dicke Grüsse und sonnige Strahlen inne heimelige Schweiz!!!
cheerz!
Marcel / nepi