Sonntag, 24. Februar 2008

last stage last post.... *sniff*

Wad? Ende Februar? Ne, kann doch net sein, bin erst gleich hierhin gekommen.... *glp* es is wirklich schon fas wieder Zeit zum Heim kehren.... Wie auch immer, hier folgt der leider schon bereits letzte Bericht meiner Reise... Der nächste folgt in mündlicher Ausgabe :-)


Mit grossen Erwartungen ging ich auf den Whitsunday Island-Trip, die dann regelrecht im Wasser „versoffen“. Der Monsumregen hauste an der Ostküste und wütete wie seit Jahren nicht mehr! Trotz dem Wissen, dass es die nächsten drei Tage nicht wirklich schönes Wetter sein wird, fand der Trip statt. Das Wetter schränkte uns dann auch entsprechend ein: Am ersten Tag gingen wir bei strömendem Regen schnorcheln und danach in eine Bucht, wo man ziemlich windgeschützt war. Am zweiten Tag erreichten wir Hamilton Island und konnten im Ressort Pool & Bar benutzen, am dritten Tag genossen wir einen Strand, bevor man mit offenem Segel wieder zurückfuhr. Das war wirklich schade, dass nicht mehr drinne lag, denn die Whitsunday Inselgruppe ist eines der bekanntesten und schönsten Orte im Great Barrier Reef. Wie wir auf der Tour über Radio erfuhren, stürmte es dermassen in Airlie Beach (Ausgangsort), dass gegen die 50 Boote am Ufer strandeten und kaputt gingen. Eine Gruppe, die ebenfalls mit dem Schiff unterwegs war, musste sogar evakuiert werden! Somit hatten wir alle nochmals kräftig Glück.
Die nächste Station wäre dann die Great Keppel Insel gewesen, doch auch hier regnete und windete es dermassen, dass die Fähre erst gar nicht in Betrieb war. Ich blieb somit in Rockhampton und genoss zwei ziemlich lockere Tage. Rockhampton ist neben Townsville die einzige grosse Stadt zwischen Brisbane und Cairns.
Auf dem südlichen Weg kam ich an Bundaberg vorbei, wo ich die berühmte Bundaberg-Distellerie anschauen ging. War sehr interessant, wie der Rum bearbeitet, gelagert und vermarktet wird. Übrigens werden nur 4% der Produktion exportiert (davon 3% nach Neuseeland), die restlichen 96% werden in Australien genossen, deshalb auch der Grund, weshalb man diesen übrigens leckeren Rum nirgends finden kann.
Weil die Fraser Island-Touren bereits ausgebucht waren, entschloss ich, erst Noosa anschauen zu gehen. Noosa ist ein charismatisches Städtchen nördlich von Brisbane, in dem man entweder total zurücklehnen kann oder sich mit surfen und anderen Aktivitäten fitt halten kann. Umrahmt mit schönen Stränden und bereichert mit Grünpflanzen und verwirrenden Flussverzweigungen bildet Noosa eine populäre Stätte für Jung und älter. Ich entschied mich für eine Entdeckungsreise im Noosa Hills Nationalpark, die sehr gemütlich und entspannend war, und gönnte mir danach eine gütliche Pause am Strand.
Danach ging es dann aber schnurstracks auf Fraser Island, die weltweit grösste Sandinsel! Und wahrlich, sie ist a) extrem gross und b) voll Sand. Ich entschloss mich auf eine Tour ohne Guide, die sehr spassig war. Mit einem 4x4 hötterten wir über die Insel, erst wars noch human, aber schnell wechselten die Strassen in ein Inferno aus Gruben, Hügeln, Wurzeln und Unebenheiten, so dass man übelst durchgeschüttelt wurde. Auch das Steckenbleiben im Sand gehört einfach dazu und war immer wieder lustig. Am ersten Tag war es noch grausig grau am Himmel, aber dies änderte sich glücklicherweise. Die üblichen und vorgeschlagenen Sights wie der Eli Creek, das Shipwreck und die Champagne Pool (die übrigens nicht mit dem gleichnamigen Getränk gefüllt sind) bildeten das Programm der Tour. Genächtigt wurde auf einem Campingplatz, wo auch die anderen Gruppen ihre Traumstunden hielten. Unterwegs begegneten wir sogar Dingos, den Wildhunden und ein Grasshopper hielt mal die Abendgesellschaft schön auf Trab und sprang über alle Köpfe (Indikator für GC :-) ). Der absolute Höhepunkt aber kam am Schluss: Lake MacKenzie! Meine Güte, ein Strand so weiss wie chlorfreies Papier, so fein wie Puderzucker und ein See der die Klarheit von Hahnenwasser hat und in sich in eine tiefblaue Dunkelheit wandelt! Gemischt mit dem saftgrünen Wald und einem strahlendem Himmel ergibt dies ein Bild sondergleichen! Wahnsinn! Leider war hier die Zeit viel zu knapp und wir mussten bald schon wieder richtung Boot hötterlen.

Fraser Island war meine letzte Tour, meine letzte Station der Reise. Jetzt bin ich wieder zuhause in Brisbane... Brisbane? Bedeutet das das Ende meines Trips? *glp* Ich bereite mich nun auf meine Heimreise vor und werde bald auch schon wieder die Grenzen zur Heimat übertreten. Dies wird nächsten Dienstag, 27.2.’08 um 10.00Uhr von London (BA 710) sein. Erst aber geniesse ich noch die letzten Sonnenstrahlen hier....

Als Leute, man sieht sich bald schon wieder.... Ein letztes

cheerz from downunder

nepi / Marcel

Sonntag, 10. Februar 2008

nepi still on the way...

Die Zeit rennt! Es ist schon wieder Febre und mein Rucksack ist noch vollgestopfter mit Erinnerungen und Erlebnissen als je!

Nach Tasmanien reiste ich im gemütlichen Schritte richtung Canberra, die Landeshauptstadt (aber auch nur, weil man sich nicht zwischen Sydney und Melbourne einigen konnten, so entschied man sich für die „Mitte“). Canberra ist noch kleiner als Adelaide und viele Leute sagen, es gäbe gar nichts zu sehen dort. So ist es aber auch wieder nicht. Es gibt einige Museen, nette Cafés und auch sights to see. So z.B. das Parliament Building, die Hauptattraktion der City, welches in einen Hügel gebaut wurde, den man besteigen kann! Canberra wurde einst von sorgfältiger Hand geplant und erbaut. Dies erklärt auch die Symmetrie der Stadt, die man vom Parliament Hill bestaunen kann. Der Lake Griffith bildet ein nettes Naherholungsgebiet. Auch die ANZAC Parade, eine gerade Strasse, die mit Denkmalen beiderseits geschmückt ist und mit einem Kriegsmuseum abgeschlossen wird.

Danach ging’s schnurstracks in die Blue Mountains, ein Gebiet etwa 100km östlich von Sydney. Teilweise schlechte Strassen, heftige Regengüsse und die Verlassenheit waren glücklicherweise freundlich gesinnt, wenn auch nicht ganz beruhigend.

Die Blue Mountains, wie ich am nächsten Tag selber erkannte, „leuchten“ blau, weil der Eukalyptus wie ein blauer Schimmer abwirft und den Wald aus der Distanz bläulich färbt. Ein Walk an der Seite eines imposanten Wasserfalls und durch Regenwald war ziemlich impressive! Wo Blätter in den Weg hingen und Farn wilderte, führte irgendwo ein Weg durch diese Wildnis. Die bekannten Three Sisters waren eine weitere Attraktion, welche ich nicht verpasste. Fotogen ragten sie auf einem Grat in die Höhe und blickten in die Blue Mountains. Nach den blauen Bergen flog ich nach Alice Springs, in die Mitte der Wüste und des Kontinents und dementsprechend war’s auch wettertechnisch heiss, feucht und sonnig! Durchschnittlich über 40° zeigt das Thermometer hier an. Alice Springs selber aber ist ein Städtchen quasi im Nichts, inmitten der Wüste, und hat nur wenige Attraktionen zu bieten: Der Anzac-Hill bot eine schöne Aussicht über die Stadt und auf die nahegelegenen MacDonnells Ranges, im Reptile Center konnte man Schlangen und Reptilien aller Art bestaunen. Ein „Ranger“ erzählte von den Tieren, gab uns Reptilien zum Anfassen und verfütterte lebendige Käferchen, die schmatzend verspeist wurden. Auch eine Schlange stand auf der Anfassungsliste und es wurde sogar die Chance geboten, sie selbst zu halten, was erst ein komisches Gefühl ist.

Alice Springs ist eigentlich nur frequentiert weil es die nächstgelegenste Stadt zum Ayers Rock ist, der 450km weit entfernt liegt. Dieses Erlebnis (und Hauptgrund eines Besuches in Alice) liess ich mir natürlich nicht entgehen. Die heissen Temperaturen in Springs wurden bis zum Ziel nochmals gesteigert! Erst besichtigten wir die Olgas, einen nahegelegenen, ähnlichen „Stein“, bevor wir bereits die Abendsonne abwarteten, die dem Ayers Rock (oder auch Uluru) das markante Rot gibt. Leider zogen einige Wolken auf und der Kieselstein erleuchtete und teilweise im tiefen Rot, doch dies war schon genug imposant um einen eindruck zu erhalten, zumal noch ein riesiger Regenbogen genau im Uluru „einschlug“.

Die erste Nacht im Outback war schon sehr speziell. All die Spinnelis und Schlängelis in der Wildnis liessen uns gemütlich schlafen, ausser….. der Regen! Es regnete in Strömen und wie ich später erfuhr, war es der erste Regen seit den letzten neun Monaten!

Die Tagwache war dann im Dunkeln, um rechtzeitig bei Sonnenaufgang den Uluru bestaunen zu können und gleichzeitig unser Frühstück zu geniessen. Auch hier waren leider noch nicht ganz alle Wolken „entregnet“, aber die Strahlen, welche ihren Weg zum Stein fanden, drückten das typische Rot auf. Frisch gestärkt konnte man um den Uluru laufen (ca 10km), eine Besteigung war wegen schlechten Wettervorhersagen nicht möglich. Die Pfade hier um den Uluru müssen immer am Morgen bestritten werden, weil um 10 Uhr (wenns wirklich sehr hoch kommt), schliessen der Hitze wegen.

Der nächste Abend aber stand dann nur symbolisch in den Sternen: Das Gewölk verzog sich weitgehend, ein gemütliches Feuer und Znacht unter freiem Himmel wurde in allen Zügen genossen, bevor dann der soziale Teil und schlussends das Schlafen in der Wüste unter offenem Sternenhimmel anstand. Der Besuch von wilden Pferden riss jedoch nur wenige aus den Träumen.

Am dritten Tag beliefen wir das Kings Canyon, eine riesige Schlucht aus diesem roten Stein. Abgründe, Steintürme und ein erfrischender, natürlicher Swimmingpool bildeten eine imposante Basis für den Walk, der wieder in der „Morgenkühle“ genossen wurde. Auch hier waren die Gesteine rötlich gefärbt, das übrigens vom Eisengehalt kommt und leuchteten in der Morgensonne.

Die Rückkehr via Offroad und an wilden Kamelen vorbei und der abschliessende, gemeinsame Znacht in Alice rundeten diese Tour und das Erlebnis massgebend ab!

Danach reiste ich wieder zurück nach Sydney, um eine weitere, riesige Stadt zu geniessen und machte mich auf richtung Opera House. Der erste Blick bestätigte, was ich bis anhin immer wieder fühlte: Im Prospekt kommts nie und nimmer so imposant rüber als in Wirklichkeit! Stolz trohnen die weissen Schalendächer über die Harbour und bilden aus jedem noch so verrückten Winkel ein supergutes Fotosujet. Eine Tour durch die Säle durfte natürlich keinesfalls fehlen. Interessante Details und geschichtlicher Hintergrund liessen die Spannung auf die Innenräume nur so steigen und als man dann im Konzert- oder Opernsaal sass, gab es nix anderes mehr als blosses Staunen! Ein riesiger Saal aus bestem Holz (aus demselben auch die Stühle sind), welches den Ton bis in die hinterste Ritze leiten! Interessant war auch, dass da letzthin die Foo Fighters (mit Amps) mit einem Opernsänger (ohne Amp) einen Gig zum Besten gaben (und der nächste bereits in Planung ist). Für mich war schon seit eh und je klar, dass ich eine Oper erleben muss und weil ich mich nicht entscheiden konnte, riss ich mir gleich zwei verschiedene Tix unter den Nagel und es lohnte sich in jeder Hinsicht! Aber dazu etwas später mehr...

Nicht nur die Harbour-Bridge genoss formidables Blitzlichtgewitter, auch die schmucke Darling Harbour, welche viele nette Beizlis, Seafoodkneipen und Shops in sich vereinigt, ist ein beliebtes Touristenziel. Selbst ein Ausflug auf den Tower mit Skywalk (Rundgang „im Freien“ – keine Angst, die Sicherheitsvorkehrungen waren unglaublich extrem hoch!) verpasste ich nicht! Nicht nur das Opera House und die Harbour Bridge, sondern auch Wolkenkratzer und die Darling Harbour konnten aus luftiger Höh’ bestaunt werden.

Auch musikalisch war Sydney die Hochburg schlechthin! So folgte Oper – Metal – Oper – Metal und jeden einzelnen Abend verliess ich mit einem fantastic in mind! Die erste Oper war Carmen, eine Story über Liebe, Wechselbad der Gefühle und einem tödlichen Ende. Ich genoss die Sicht von einem Stehplatz auf dem Balkon. Die Aufführung war A1, musikalisch und gesanglich ein-wand-frei und absolute Spitzenklasse! Nepi kam nicht mehr aus dem Staunen! Das zweite Ding war dann am folgenden Abend Dream Theater. Klar, 3 Stunden minimum Spielzeit und irgendwo ‚ne Pause. Die Erwartungen wurden allemal übertroffen! Die Herren übertrafen sich selber, hauten eine Präzision sondergleichen in den Saal und ernteten stürmisches Rufen und Klatschen! Für mich persönlich waren die Metropolis Part 2-Songs die Highlights (wie soll’s auch anders sein :-)). Es ist immer noch eine Herausforderung, für diese Band die richtigen Worte zu finden! Der dritte Abend bot dann Cinderella, eine Oper von Russini, der das Aschenputtel vertonte. Mag vielleicht lustig tönen, so war es auch: Viel Humor (der einst sogar spontanes Klatschen erntete!) und auch da die Leistungen von allen Beteiligten liess mich massenhaft Bauklötze staunen! Ich wollte es nicht wahr haben, obwohl es sich unmittelbar vor meinen Augen abspielte! Am letzten Konzertabend war schlussendlich Nightwish zu Gast, die im Enmore Theatre auftraten, das kleiner ist als das Volkshaus und wo im 2003 die Stones einen intimen Gig spielten! Der Gig war auch da Klasse, die Schwerpunkte lagen zu etwa 70% auf dem neuen Album, was den Beginn einer neuen Ära nun wirklich untermalen soll. Gerade mal 5 Songs von älteren Alben wurden gespielt, keiner von Century Child! Annette machte ihren Job soweit gut, trotzdem merkte man, vor allem bei den Ansagen, dass sie noch nicht die nötige Sicherheit hat, jedoch aber extrem gut mit den Bandmitgliedern harmoniert!!! Der Gig begeisterte mich total, will aber nicht zuviel verraten, weil einige von euch in der Halle sein werden und ich nicht die ganzen Überraschungen nehmen will... Nach gut 90min Spielzeit (was bei 3x dreistündigen Sets an den Vorabenden wie ein längeres Intro wirkte) war dann auch schon wieder aus und Schluss. Ich wartete dann noch drei vergebendlichen Stunden in der Afterparty-Location auf die Band, die nicht kam... *sniff*

Leider verschlechterte sich das Wetter gegen Ende meines Trips in Sydney, so war es gerade recht, in den Flieger zu sitzen und richtung Cairns / Port Douglas zu jetten, wo immer die Sonne scheint und noch „immerer“ die Feuchtigkeit herrscht! Man kann kaum einen Schritt machen und schon läuft der Schweiss - Die Masoalahalle wäre als Vergleich eine willkommene Abkühlung!

Port Douglas ist nur ein kleines, aber ruhiges und sehr entspanntes Dörfchen. Viele gemütliche Beizlis schmücken die „Hauptstrasse“ und für viele Leute ist es der Startort zum böötlen oder richtung Cape York (nördlichster Punkt) zu reisen. Für mich war es eine von vielen Zwischenstationen. Nachdem ich das Dorf und Umgebung erkundete, machte ich mich auf die Reise ans Cape Tribulation (etwas nördlicher), das von dickem Regenwald umgeben war, Flüsse mit Krokodilen hat und einige Kilometer an verlassenen Küstenlinien besitzt. Der Regenwald konnte nicht grüner und saftiger sein, die Luft nicht feuchter. Ich bin ja wirklich nicht der Typ, der sein Auto auf die 15° runterkühlt, aber als ich einmal ausstieg, liefen mir prompt die Gläser an!

Am nächsten Tag zog ich weiters nach Cairns. Cairns selber ist mittelgross und extrem am aufkommen, wieso weiss ich auch nicht genau, denn die Stadt hat weder einen speziellen Appeal noch einen weissen Strand. Für die Jungen aber kann hier, je nach Wunsch, 24h-Dauerparty anstehen. Ich selber fand in Cairns eine Attraktion, die ich mir schon in Brisbane vorgenommen habe. Es war wohl das verrückteste Ding, das ich drehte in Australien, aber es hat sich allemal gelohnt! Somit meldete ich mich schnurstracks fürs Skydiven an (Tandemsprung). Kurze Instruktionen und ab ging’s an den Flughafen, wo wir in eine Sardinenbüchse stiegen, die mehr für Frachttransport konstruiert wurde, sich aber gut auch für andere Zwecke eignete, und vor einem Linienflugzeug in die Lüfte segelten, wo mir das erste Mal so richtig bewusst wurde, was ich eigentlich genau mache... Die Höhe wurde schnell gewonnen und als dann die Türe aufging und der erste wahrlich im Nichts verschwand, stieg die Spannung! Ich war ganz am Schluss an der Reihe *schluck*. Da höcklet man am Flugzeug mit ’ner frischen Brise im Gesicht, ein Blick in die Tiefe blieb bis dahin noch erspart, doch dies änderte sich abrupt: Hinter mir schrie mein Instruktor „ready, set....GO“ und schwupps, in der Luft – im freien Fall!!!! Meine Güte, wortwörtlich ist dies ein atemberaubendes Gefühl! Erst wollte ich mich noch irgendwo festhalten, aber da war nix und als der erste Moment vorüber war, quietsche ich nur noch Freudesschreie! Fantastisch, einfach unglaublich! Herrlich, phänomenal – nicht zu beschreiben! Eine ganze Minute dauerte der Freefall! Dort oben war die Luft so schön kühl und windete gütlich. Nach der Landung war ich immer noch „high“ von diesem Adrenalinkick und wusste noch nicht ganz genau, was geschehen ist..... eifachgeil!

Danach verbrachte ich zwei Tage auf Magnetic Island, eine ziemlich tropische Insel, auf der dasselbe Prinzip gilt: Man schwitzt wenn man nix tut und wenn man was tut, schwitzt man noch mehr! Ich mietete da ein nettes Bike und erkundete die Insel. Kleine Hügelchen zwischen den Häusern (oder auch Mini-Dörfchen) machten die Fahrt abwechslungsreich. Der Ausflug an den West Point, wo man nur mit 4WD hinkommt, führte mich durch Bäche, Sand und an x Schlaglöchern vorbei. Am Abend war selbst die „eiskalte“ Dusche zu warm.

Nun, zurzeit bin ich in Airlie Beach und „warte“ auf meinen Trip, der mich zu den paradiesischen Whitsunday Islands führen wird. Danach geht es weiter richtung Süden, richtung Brisbane, wo ich die letzten paar Stops machen werde – Strange, dass bereits nur noch wenige Wochen übrig sind!

Herzliches Cheerz

nepi / Marcel

PS: Ich habe das Advanced bestanden! *jäääähüüüü!*

Montag, 14. Januar 2008

Tasmania - pearl of nature

Hallo Leute!

Nach dem sagenhaften Melbourne war Hobart direkt der pure Kulturschock! Es drückte schon ein bisschen, als man das heisse, sonnige und viel bietende Melbourne verliess und ins kaltwindige, verhältnismässig kleine Hobart kam, wo gerade eine Regatta von Sydney endete und neben dem Jahreswechsel die Aufmerksamkeit der ganzen Stadt auf sich zog. Viele Attraktionen wie Streetperformer (gute bis sehr gute bis zu schlecht-langweiligen), eine Halle mit Essständen aus aller Welt und dementsprechend vielen Leute "begrüssten" mich. Ein scharfer Blick in den Reiseführer klärte mich über unzählige, alte und gut erhaltene Häuser sowie dem Battery Point, ein kleiner Hügel nähe des Stadtkerns, auf und betonten diese Orte, doch ein Besuch an den besagten Stätten injizierten nicht die Begeisterung, welche Melbourne locker tat. Der zweite Tag zeigte sich dann immerhin von der sonnigeren Seite und ein Besuch auf dem Hausberg Mount Wellington bot mir somit eine wunderbare Aussicht über das grossräumige Hobart, welches sich regelrecht an die Bucht drängt. Irgendwie war auch klar, dass Hobart keinen einfachen Stand hatte um gegen Melbourne anzutreten. Dazu kommt noch, dass man nicht nach Tasmanien wegen Hobart geht, sondern Hobart bloss ein wichtiger Knotenpunkt für das Weiterreise-Business ist.
Die Weiterreise führte mich dann auch nach Port Arthur, das ebenfalls im Führer als "well-preserved historic-site" und im gleichen Satz mit "one of Tasmania's prime tourist attraction" gepriesen. So war es dann auch in Wirklichkeit: Riesige Parkplätze und viele Touristen füllten diese kleine, alte Ruinenstadt. Erst wars ja noch ein dicker Spass, durch die Ruinen zu laufen und sich vorzustellen, wie die Leute früher gelebt haben und im Gefängnis schmoren mussten, aber die Ruinen sind dermassen zerfallen und trotz "well-preserved" schweben gewisse Räume nur in den eigenen Vorstellungen herum, machen das Erlebnis zur Anstrengung und mit der Zeit nervte es mich sogar ein bisschen, dass ich ins x-te Haus lief, einen leeren Raum mit leerem Cheminee und einer Tafel "living-room in 1835" antraf. Ich bin zwar geschichtlich sehr interessiert, aber das war wohl eines zuviel...
Dafür stoppte ich noch auf der Fahrt gen Norden an naturellen Sehenswürdigkeiten wie das Tasmanische Blowhole, die Devil's Kitchen (quasi ein Spalt im Felsen, vom Meer erschaffen) und den Tasman Arch, allesamt von der Natur über Jahrtausende erschaffene Highlights, die ein bisschen Erinnerungen an die Great Ocean Road aufbrauchten.
In Triabunna nächtigte ich dann und hoffte auf gut gesinnte Glück, weil mein Mobiltelephon nicht funktionierte, bzw. mein Anbieter kein Netz zur Verfügung stellte, dass ich am nächsten Morgen mit dem ersten Boot auf die Maria Island schiffen kann. Das Glück blieb mir hold und ich konnte an die Stelle von vier nicht erschienen Personen einspringen und rüber auf die Maria Island düsen. Wolkenloser Himmel liessen meine Erwartungen steigern. Erst wars zwar etwas Nervenkitzel, denn es galt das letzte Boot um 4pm zu erreichen, doch je länger ich lief, je höher ich stieg, je mehr Gipfelluft ich schnupperte, desto mehr wusste ich das dies machbar ist. Durch dickes Gestrüpp ging’s, wo ich übrigens eine giftige Black Tiger bei ihrer Mahlzeit störte, an hohen Bäumen vorbei und schlussendlich über etwas Steiniges dem Gipfel entgegen, welcher mir eine hervorragende Sicht über die Insel aufs Festland und auf Strände entblösste, die ich nie erdachte! Ein gemütlicher Rast und der Genuss auf dem Gipfel liessen die Zeit nur so an den Abstieg drängeln, der im Übrigen stress- und tadellos verlief...
Nächste Station war der Freicynet Nationalpark (wie dä Schämpis), der neben den bolligen Hügeln The Hazards und dem makellosen Wineglass Bay (check pix!) verschieden lange Walks zu bieten hat. Ich suchte mir den längsten aus und soweit ging auch alles gut, bis ich den Weg schlichtwegs nicht mehr fand. Der Kompass war weniger das Problem, mehr die Gratislandkarte, welche einem Kinderkroki ähnelte. Ich suchte den Pfad, versuchte verschiedene Methoden, darauf zu gelangen, lief dem Meer entlang, brach ins Dickicht ein, wo mir ausser Frust und Spinnenweben im Gesicht nicht wirklich Erfolg brachte. Somit gings zurück und direkt an den Wineglass Bay (der übrigens letzthin vom US-Magazin "outside" unter die Top10-Beaches gewählt wurde), welcher dann auch wirklich hielt, was er versprach. Sand so weiss wie chlorfreies Papier wurden von riesigen Wellen bespühlt und umwühlt. Bis an diesen Moment hätte ich nie gedacht, dass ein Strand dermassen imposant sein kann! Ein Lookout bestätigte dann dies nochmals und als ich am Ende noch auf dem Mount Amos, einer der Hazard-Hügel, ankam, verhärtete sich diese Preislobung! Fantastisch!
Tags darauf fuhr ich nach Launceston, die zweitgrösste City auf der Insel, wo ich mir einen kleinen Eindruck des Städchens verschuf und zielstrebig ein neues PrePaid machen liess. Das Tagesziel hiess dann aber Stanley, wo The Nuts, ein Felskloss, der wie ein angebrannter Pfannkuchen am Meere thront. Auch ist ein Rundgang auf dem Plateau möglich, der, trotz windigen Verhältnissen, eindrückliche Schnappschüsse zuliess. Das Meer war an diesem Abend Ebbe was die Strände ins schier Unglaubliche dehnte. Erst dachte ich, die Strände seien dort immer so, doch am nächsten Tag bewies mir die Flut eines anderen!
Doch was als nächstes folgte, ist in jedem noch so lausigen Ferienprospekt über Tasmanien erwähnt und bebildert: Cradle Mountain Nationalpark, neben dem Wineglass Bay wohl das Aushängeschild und Magnetpol der Insel schlechthin! Da in dieser Zeit ziemliche High-Season (or you pay my friend :-) ) herrscht, blieb mir bloss noch die Wahl einer unpowered Alpine Hut. Ich als platzsparender Reisender habe mir natürlich ein dünner Schlafsack gekauft (+8°), was sich im Nachhinein als fataler Fehler entpuppte. Die Nächte tendierten gegen den Nullpunkt und Nepi suchte vergebens nach Wärme. Beim ersten Erwachen mussten mehrere Schichte angezogen werden, beim zweiten Mal musste eine ungebrauchte Matratze als Deckenersatz hinhalten. Obwohl die zweite Nacht dann etwas besser und die dritte verhältnismässig sehr gut verschlafen wurde, schwitzte ich nie in dem Hüttli!
Wie auch immer, ich liess es mir nicht entgehen auf den Cradle Mountain zu laufen, ein beliebtes Wanderziel, wie ich feststellte, und genoss dort die Aussicht auf verschiedene, kleine Seen und ins weite Land, wo vereinzelte weitere Berge auf ihre Besteigung warten und der berühmte Overland Track hindurch führt und im nächsten Park, dem Lake St. Claire, endet. Ebenfalls krabbelte ich auf den noch weiter entfernteren Barn Bluff, der noch weiter im Lande vorzufinden ist und sich nur noch wenige verirren. Auch da genoss ich das tadellose Wetter und eine super Aussicht, wohin man auch immer schaute! Obwohl der "Schlussspurt" etwas rassig ist, kann ich diese Gipfel nur empfehlen (nur für den Fall dass mal jemand per Zufall hier vorbeischaut...).
Die nächsten Tage sollten dann im südlichen Bruder, dem angehängten Lake St. Claire Nationalpark, diesen Erlebnissen anknüpfen. Der Walk am See entlang (letzter Teil des Overland Tracks) zeigte sich von einer ungeheuren Naturvielfalt. Auch wenn das Wetter nicht mehr so wollte (einige wenige Tropfen fielen), es blieb glücklicherweise freundlich gesinnt.

Jp, und bevor ich wieder nach Hobart zurückgekehrt bin, habe ich noch einen kleinen Abstecher in den Mount Field Nationalpark gemacht, ein kleiner, herziger Nationalpark, der sich mit allen Kräften um Publikum bemüht. Die Walks hier sind eher kürzer und können somit alle ziemlich gut und ohne Stress an einem Tag genossen werden. Der Tall Tree Walk beispielsweise zeigt Bäume, die zu den Grössten weltweit (nicht bloss „in the southern hemisphere“) gehören.

Jp, das war's soweit von der Insel der Insel...

Hebed e gueti Ziit und bis glii wieder...

cheerz
nepi / Marcel

Montag, 31. Dezember 2007

Adelaide to Melbourne - it has begun!

it has begun!

Lange war’s ruhig um mich, doch das heisst nicht, dass es ruhig ist um mich oder ich ruhig bin / wurde… Nun schiebe ich wiedereinmal es Brichtli nach, was so alles abging da unten neben dem Silvesterfeuerwerk in Brisbane, welches frühzeitig den Abendhimmel schmückte...

Erst das Sachliche: Die Prüfungen sind soweit gut gelaufen. Überraschenderweise sind gewisse Teile überdurchschnittlich gut von der Hand gerutscht, wobei aber wieder andere Teile Probleme darstellten. Jedenfalls sind die Papiere ausgefüllt und bereits in England unter der Korrektur. Ich bin optimistisch wie eh und je und hoffe auf ein positives Resultat...
Doch dafür liess ich gleich am nächsten Tag den Hund von der Leine und begann die langersehnte Reise! Erst galt es, Überflüssiges in die Heimat zu schicken. Nicht ganz günstig, zugegebenermassen, doch ersparte es mir einen zweiten Koffer. Das Flugi brachte mich dann mit beachtlicher Verspätung problemlos nach Adelaide, wo mein Trip startete, meine Ferien sozusagen für die letzten 12 Wochen harte Arbeit, da ist eine fast eins-zu-eins-Kompensation wohl nicht übertrieben?
Adelaide selber gibt mir ein Bild wie ein übergrosses Dorf. Nicht nur weil eine Skyline fehlt (brauchts auch gar nicht), sondern mehr einfach der Charakter, der Charme ist nicht grossstädtisch. Heisst aber nicht, dass Adelaide keinen Besuch wert ist, im Gegenteil: Die saloonmässig gekrönten Strassen, der botanische Garten mit einem Tropenteil und die Flussgegend sind allesamt Werte, in denen sich Adelaide loben kann. Auch ein Santa aus Sand mit all seinen Kumpanen fehlte nicht (wenn er schon in der Schnee-edition nicht erhältlich ist) und liess zumindest für einen Augenblick den Gedanken aufflammen, dass ja bald Weihnachten ist (wäre)… Adelaide wurde mir von einer ortskundigen Kollegin gezeigt, die dort wohnte und mir gleich auch ihre australische Heimat namens Glenelg für den nächsten Tag empfahl, wo ich dann auch mit dem Tram, der neusten Erfindung übrigens, hinging. Die Gegend ist ziemlich nett und hat auch einige imposante Häuser zu präsentieren, die von einem gewissen Wohlstand zeugen. Ein Spaziergang am Meer entlang, ein flugser Ausflug aufs Jetty und der gemütliche Gang in der „Bahnhofstrasse Glenelgs“ brachten auch diesen Tag rasch zu Ende.

Die Kangaroo Island Tour stand bis kurz vor Startschuss im Ungewissen: Bushfires wüteten auf der Insel, zerstörten grosse Teile des Landes. Mal hörte man, es seien 7% des Landes betroffen, dann von irgendwoher kam es „25%, it’s out of control“ hergewindet – Man wusste nicht so recht, was jetzt genau Sache war. Schlussendlich war die Info, die Tour wird durchgezogen, das erste Mal seit ca. 10 Tagen! Uff! Mit breitem Grinsen und freudigem Gesicht ging’s also frühmorgens (6.30Uhr – früher als mancher im Büro erscheint  ) los.
Erst auf dem Neuland stolperten wir einen Hügel hoch, wo man fast die ganze Insel sah. Manch einer habe schon behauptet, er sähe N-O-S-W-Ende von hier, doch es ist schlichtwegs nicht möglich. Die Insel, in der Länge ca. 150km, weiter als ZüriBern, ist eigentlich ziemlich eben und hat nur wenige hügelige Gebiete. Eines davon ist die Little Sahara, eine riesige Sanddüne, die langsam vom Wind getrieben über die Insel kriecht. Der Sand war schlichtwegs crazy, wohl das Feinste von Nepi je gesehene! Da schrie es fast förmlich nach Sandboarding! Viele Versuche landeten jedoch im Schnee… sorry, im Sand, doch einige gelangen ziemlich gut und die Besten wurden sogar fleissig beklatscht. Selbst Nepi, ein eingefleischter Skirennfahrer und nie-Umgestiegener, versuchte sein Glück auf dem Brett. Bilanz: einmal fast total geglückt, das zweite Mal die Hosentaschen gefüllt.
Am Nachmittag führte unser Guide uns an einen Strand, der durch eine Felsformation versteckt ist. Der Gang hindurch war abenteuerlich, wenn auch etwas ungewohnt. Etwa so ungewohnt wie Pinguine in Australien… Oder im australischen Sommer zu frieren? – Beides war der Fall am Abend! Nach dem Eindunkeln gingen wir Pinguine beobachten. Die Meeresbrise war echt stief und Nepi hatte natürlich nur kurze Hosen und einen dünnen Pulli dabei… Es waren nicht wie erwartet Kolonien an die mehreren Dutzend Tieren, sondern bloss ein Aktivling, der uns aber umso mehr amüsierte, watschelte er doch vom Lichtkegel irritiert zielstrebig die Felsen.
Der zweite Tag der Tour war dann leider etwas enttäuschend: Wir wollten ursprünglich Admiral Arch, Seals, Rock Formation und weitere höchst interessante Dinge anschauen gehen, doch die fires machten einen dicken Strich durch die Rechnung. Als Ersatz stand ein 9km Walk durch Dickicht und Gestrüpp, über Felder und entlang dem Flusse und ein kleiner Abstecher nach Kingscote, die erste Siedlung in Australien und quasi die Hauptstadt der Insel, auf dem Programm. Klar, es war auch schön und interessant, doch leider kein wirklich ehrenwerter Platzhalter für Verpasstes.
Mit einem privaten Böötli gings schlussendlich über Wellen und Wogen zurück ans Festland. Das Schaukeln war herausfordernd, auch wenn der Capt’n bloss meinte es sei ein „walk in the park“... *glp*

Nach Adelaide und Kangaroo Island holte ich mein Mietauto ab und düste schon mal richtung Mt. Loft Summit los, Adelaide’s Üetliberg. Eine nette Aussicht krönte diesen ersten Gehversuch auf der Strasse, bevor ein weiterer Halt in Hahndorf anstand, ein kleines, deutsches Dorf mit deutschem Bier, Weisswurst und „Lowenbrau“. Mit schrecken stellte ich dann fest, dass ich doch langsam weiterfahren sollte, ansonsten mein weit entferntes Ziel, der Grampians Nationalpark, weiter in die Ferne rücken würde. Schlussendlich aber erreichte ich den Park ohne Mühe und Juflereiä. Imposant, wie das Land einfach flach ist über mehrere hundert Kilometer und irgendwo ragen dann plötzlich einige Hügel in die Höhe. Via zwei Lookouts, welche beide eine vernebelte Aussicht boten, erreichte ich die Jugi, ein Eco-hostel, wo alles grün ist und grün blüht. Das Duschwasser beispielsweise wird für die Toilettenspülung wieder verwendet.
Pinnacle – die beliebteste Tour im Nationalpark, musste natürlich sofort ausgetestet werden. Der Pinnacle ist übrigens nur vom Gipfel aus erkenntlich, Blicke aus dem Tal empor der Bergkette bergen immer eine gewisse Verzweiflung in sich und münden in einem schlichten „one of them is the pinnacle“. Der Aufstieg durchlief durch viel „Wald“, sprich ausgetrocknete Bäume und verhungertem Gestrüpp, die eine Unmenge an Käfern Unterschlupf gewähren, welche einen ohrenbetäubenden Mais machen! – Selbst Motörhead hätten Mühe da Paroli zu bieten! Echt, ihr könnt euch nicht vorstellen, wie das schrill und täubend ist… Nach mühsamen 40 Minuten im Krach wird man dafür mit dem Grand Canyon belohnt. Der Canyon mag zwar nicht ganz die Tiefe seines amerikanischen Bruders erreichen, ist aber auch sehr imposant. Vorallem erfreut man sich dem gelegentlichen Schattenwurf, weil die Sonne doch auch schon schonungslos herniederbrutzelt und den Schweiss nur so aus den hintersten Porenwinkeln lockt. Doch der Gipfel selber ist es dann wert, diese backofenähnliche Umstände widergestrebt zu haben: Wie in einem Flugzeug blickt man ins Tal herunter und geniesst den Wind im Gesicht.
Im Abstieg dann eine schweizerische Szene: Einige Asiaten machen gerade Pause, je eine Halbliter-Flasche in der Hand (2 Liter waren sogar zu wenig) und die Zunge schon fast am Boden, erkundigen sie sich, wie lange es etwa noch sei. Die angegebenen 20 Minuten lässt sie aufschrecken: „I thought it’s just a 5min-walk…“.
Über weitere Sehenswürdigkeiten wie Wasserfall (ein Rinnsal) oder einen weiteren Hügel schlängle ich mich dem Dorf entgegen, wo ich dann fragend hochblicke, auf welchem Bergli ich jetzt nun genau gewesen sei...
Am Abend wollte ich eigentlich den Sonnenuntergang beobachten, doch drohendes Gewölk liessen die Stimmung am Himmel zwar beleben, aber den Untergang selber frühzeitig untergehen.
Der zweite Tag ging ich etwas gemütlicher an. Zwar wollte ich den Walk zum als „the largest waterfall in the world“ gepriesene MacKenzie-Wasserfall machen, doch war dieser wegen, wen wunderts, bushfires gesperrt. Anyway, gemütliches Besichtigen weiterer Plätze liessen die Zeit genau so verrinnen.
Die Sache mit dem Sonnenuntergang vom Vorabend war für mich jedoch noch nicht gegessen, versuchte ich es einfach nochmals – diesmal mit Erfolg! Der Feuerball neigte sich langsam dem Horizonte zu, der sich über einen unglaublichen Kessel erstreckte und verzauberte den Himmel erst in ein helles, dann immer orangener werdendes Kleid, bis die Nacht Überhand nahm und die Sonne gänzlich in den Mittagsschlaf schickte.
Die Tage, die dann folgten, fielen regelrecht ins Wasser. Erst wars nur bewölkt, doch dann setzte der Regen und ein Jungfraujochlüftli ein. Die Sachen, welche ich anschauen wollte, mussten auf ein Minimum begrenzt werden. Da waren diverse „Capes“, welche ich besichtigte, die von scharfem Fels und wildem See umgeben waren (und in diesem Fall auch von luftigen Böen). Selbst ein „versteinerter“ Wald konnte ich besichtigen, doch um ehrlich zu sein, Mammutbäume schmückten diesen „petrified forest“ bestimmt nicht. Auch gab es abertausende Fliegen, die es sich auf meinem Rücken bequem machten und mir ständig um den Kopf schwirrten, zeitweise sogar Photos versauten. Erst rettete ich mich im herzigen Port Fairy, um am nächsten Tag einige Stunden vergeblich im Auto auf die Sonne zu warten, um schöne Fötelis vom Kap und Umgebung zu schiessen. Der Versuch gab mir einen kalten Wind an nackte Beine und Arme und peitschte den Regen nur so ins Gesicht, mehr als 14° durfte das Thermo da sicher nicht angezeigt haben. Um es wieder mal klarzustellen: hier unten ist alles verkehrt: Neben Wasserhähnen und Autospuren kann’s im Süden bitter kühl/kalt werden, während sich Leute im Norden von der Hitze kaum zu retten wissen.
Somit musste ich die Fahrt der Great Ocean Road um mindestens einen Tag verschieben. Petrus zeigte dann erbarmen und schickte zumindest teilweise ein sommerliches Lächeln durch das schwache Gewölk.
Die Great Ocean Road, so dachte ich, sei eine Strasse am Meer entlang und bietet da und dort etwas „Schönes“, was auch richtig ist, nur das ich dieses „Schöne“ masslos unterschätzte. Schon die erste Sehenswürdigkeit, den Childers Cove, gab mir einen Hauch Ahnung, was noch folgen könnte. Was aber dann tatsächlich folgte, putzte mich gleich mehrmals um!
Bay of Island: Kann man sich wirklich wie eine Bucht vorstellen, in der die „Felszapfen“ hochragen. Verschiedene Aussichtspunkte an der einen Seite der Bucht bieten eine wunderschöne Sicht auf das Meer und die nicht zu erklimmenden „Inseln“. Schon mal extrem imponierend, doch verhältnismässig immer noch Intro.
The Grotto: Wie kann man the Grotto beschreiben? – Ein Loch in der Wand? – Ne, ist keine Wand. Ein Tunnel? – zu kurz. ein Bogen? – zu dick… Wie auch immer, the Grotto ist felsmassig, dick, massiv und stämmig wie Obelix und selbst Obelix könnte hindurch kriechen! Beeindruckend!
London Bridge: Vor einigen Jahren gab es noch quasi zwei London Bridges, die Verbindung zum Festland ist jedoch eingestürzt und vom Meer verschlungen worden. Wie auch immer, the London Bridge steht nun ganz alleine im Meer und ist, neben den Aposteln wohl eines der grössten Merkmale der Great Ocean Road. Der Quader imponiert nicht bloss durch seine Form und Unterspühlung, sondern auch wie er alleine im Meer thront und seine Macht demonstriert! Oberhammer!
Loch Ard Gorge: Hier sank einst das Schiff „Loch Ard“ mitsamt den Passanten, ausser zwei, die sich in die Schlucht retteten. Die Schlucht selber hat, kurz gesagt, selbst meine Knöchelsöckel in den Grund und Boden gerölelet! Einfach crazy, wie sie von massigen Felswänden umgeben dort verweilt und eine Oase sondergleichen bietet (wenn auch etwas vom Tourismus überrollt). Die weiteren Felsformationen, Löcher, „Rasierklingen“ und Pilzköpfe (Letzteres ist ‚ne inoffizielle Bezeichnung), welche um die Schlucht herum zu finden sind, lassen Menschen heute wie gestern einfach baff-staunen! Irre, wirklich killermässig! Bei allem Respekt gegenüber unseren einheimischen Steinmannlis, but this is just marvellous, gorgeous, breathtaking!!!
12 Apostels: Sie stehen nicht mehr, alle zwölf, aber diejenigen die stehen, sind neben dem Opera House in Sydney und dem Ayers Rock im Zentrum wohl eines der grössten Touristenmagneten des roten Kontinents! Egal in welchem Stress man ist, die 12 Apostels werden besichtigt! Diese in den Himmel ragenden Felsen zogen unzählige Besichtiger in ihren Bann und boten ein Motiv für unzählige Fotos. Is’ schon beeindruckend, wenn man ein Werk der letzten x tausend Jahre vor sich stehen hat!
Gibbson Steps: Dies ist simpel gesacht ein Beachzugang. Treppen führen der steilen Sandsteinfelswand entlang runter zum Strand, wo man sich neben diesen gigantischen Abbrüchenziemlich winzig fühlt.
Der zweitere Teil der Road zeigte sich dann eher von den Lookout-technischen lockeren Seite: Das Lighthouse am Kap Otway war zwar die Reise durch die schöne Gegend wert, aber es selber nicht. Nix weltbewegendes (war einst die Verbindung zu Tasmanien). Die Strasse führt ab Apollo Bay alles dem Meer entlang und bietet neben einigen passmässigen Kurven eine stetige Sicht auf den wunderschönen, blauen Ozean. Die Lookouts sind hier eher spärlich gesäht, doch die Fahrt selber ist praktisch ein einziger Aussichtspunkt! Allgemein muss mal gesagt werden, dass die Fahrten hier durch Gegenden führen, die schwer beeindrucken! Fühlt man sich gerade in einer langgezogenen Allee wohl, so ertappt man sich im nächsten Moment in einem kleinen Tal (so im Grampians Nationalpark), oder die Strasse führt durch einen Wald, den man so in Europa nicht kennt.
Zwar endet die Great Ocean Road in Torquay, ich selber fuhr noch bis Queenscliff weiter, das Ende der westlichen Buchtseite der „Melbournebucht“ und dementsprechend auch ziemlich countrysidestylish! Glücklicherweise lernte ich im Hostel zwei nette Ladies kennen, die, wie sich herausstellte, in derselben Schule wie ich waren und sogar selbige Freunde haben (Einen überraschten wir in Melbourne und der staunte lauter Bauklötze!). So verbrachten wir zusammen Weihnachten bei Sonnenschein, Hitze und ohne Schnee und fuhren ein bisschen auf der Halbinsel herum, erkundeten Strände und genossen die Sonne. Da auch in Aussie am 25igsten wirklich ALLES geschlossen hat, hielten sich die Mahlzeiten extrem im Rahmen, der einheimische Festbraten schrumpfte auf eine aufgewärmte Pizza, ein kühles Bier musste dem 50jährigen Weihnachtswein von Tante Emma Paroli bieten. Spezielle Weihnachten, aber trotz allen Umständen schlicht unvergesslich!
Während die zwei Mädels die Schönheit der Great Ocean Road erlebten, zog ich richtung Melbourne weiter. Ist ziemlich challenging, alleine in einem Auto in eine wirkliche grosse Grossstadt zu fahren ohne GPS. Erst drehte ich eine Runde vor ‚nem 5Sterne-Schuppen, dann gelang ich beinahe wieder auf den Freeway, erkannte aber noch rechtzeitig, wo ich wirklich war und konnte dann mehr oder weniger problemlos das Vorzeigehostel (350 Better, saubere Nasszellen, Dachterrasse mit fantastischer, freier Sicht auf die City!) erreichen. Die ersten Eindrücke aus der Windschutzscheibe flashten mich schon dermassen, dass ich dann kurzentschlossen einfach losging. Was aber dann kam, das haute mich gänzlich aus den alten Schuhen! Zwar sind nach wie vor alte Gebäude ersichtlich, doch die architektonischen Meisterwerke sind neuerem Datum und machen die Stadt zu dem Speziellen, was sie ist! Hier wird (endlich) nicht nur im rechten Winkel gearbeitet, man baut extraordinäre Häuser, topmodern, ohne ins Exaltierte abzudriften und „strange“ zu wirken oder futuristische Höhen zu erklimmen, und doch ist jedes Haus wieder total anders, aber keines fällt aus dem Rahmen oder will übermässige Aufmerksamkeit erhaschen.
Die Art, die moderne Architektur hat mich hier gepackt wie noch nirgendswo sonst. Das CityCenter ist ziemlich gross, da schrumpft Brisbane’s Center fast zu einem familiären Dörfchen zusammen. Die Flusspromenade bietet viel Platz, der Verkehr ist kaum hörbar (obwohl sichtbar) und Strassenkünstler haben auch ihren Platz. Selbst die Cricket-Liveübertragung (schrecklicher Sport) kann man in bequemen Strandliegestühlen geniessen! Was aber das Mass hoffnungslos zum überlaufen brachte war, dass der Weihnachtsausverkauf bereits am 26. Deze begann. Die Strassen waren somit überflutet, die Shops bis 23 Uhr!!! mit Menschen gefüllt, man konnte fast meinen, es gäbe was gratis!
Ich selber habe mich durch die Strassen geschlichen und bin dem Ufer entlang zum Aquarium gelaufen, wo ich gleich meinen ersten Eintritt verbuchte. So ziemlich alles über die Unterwasserwelt wird hier gezeigt, von riesigen Krabben über Rochen, Haien zu Quallen und Seesterne ist eigentlich jedes Wassertier um Australien herum irgendwie erwähnt.
Apropo Gratis… Hier ist noch relativ viel gratis. Das Museum ist für Studenten gratis, es gibt ein gratis Circle-Trämli, welches um die City kurvt und eine Sightseeingtour ist ebenfalls preislos.
Auch die nahegelegene Bayside erkundeten wir bereits, die mich aber nicht so überzeugte: Strandhüslis reihten sich aneinander, so auch Menschen, welche auf die entsprechenden Sonnenverbrennungen warteten.
Der botanische Garten gehört zu den grössten weltweit und ist einer der ältesten dazu. Man kann sich locker einen Tag dort verweilen, sei es fürs Picknick oder zum erkunden. Der Skydeck ist das höchste Gebäude Australiens… sorry, in the southern hemisphere (wie so vieles halt) ist. Die Aussicht über die Stadt ist dann auch schlichtwegs überwältigend! Auch das älteste Gefängnis Australiens (oder sogar in the southern hemisphere) musste dran glauben. Der Einblick war zwar beeindruckend und interessant, doch als „australians most wanted attraction“ würde ich es jetzt auch gerade wieder nicht bezeichnen. Und wenn wir schon gerade in the southern hemisphere-Phase sind, so muss das Crown Grand Casino auch erwähnt werden! Riesig! Slots bilden ein verblüffendes Labyrinth, in welchem man sich locker verlaufen kann, Blackjacktables reihen sich an Roulettetischen und der untere Floor ist nur für Pokereien ausgestattet. Einfach crazy, und überall klingelts und blinkets – man könnte fast wahnsinnig werden...!

Melbourne ist echt eine dicke Stadt und wenn’s zurück nach Aussie geht, dann steht Melbourne oben auf der Liste! Ich könnte noch seitenweise schreiben über diese Stadt, belasse es aber mal beim „Wichtigsten“.
Nun ist bereits der letzte Tag im Jahr und die Hitze wird langsam unerträglich. Da kann man sich direkt auf Tasmanien, die nächste Etappe, freuen, wo es sicherlich kühler ist. Bevors aber weitergeht, geniesse ich noch meinen letzten Tag in dieser grandiosen City und freue mich aufs feiern!

Noch was zu den Fotos, die natürlich auch brandaktuell hochgeladen wurden: Am liebsten hätte ich jedes zweite Abbild oder noch mehr hochgeladen, doch das würde schlichtwegs den Rahmen sprengen. Ich musste mich leider auf die Notwendigsten begrenzen, hoffe aber, immerhin dies erfüllt zu haben… In der Kürze die Würze

Phu, ist doch noch einiges zusammen gekommen in den letzten zwei Wochen…. Bleibt mir nun nur noch ein gutes Rest-2007 und einen superguten Rutsch ins 2008 zu wünschen! Ich werde ins 2007 rüberwinken, wenn uns hier das neue Jahr bereits überrollt hat.

Somit schicke ich dicke Grüsse und sonnige Strahlen inne heimelige Schweiz!!!

cheerz!
Marcel / nepi

Dienstag, 11. Dezember 2007

last news from Brisie

Hello fellows

Es ist doch schon wieder eine ganze Weile vergangen seit meinem letzten Blogeintrag. Es ist nicht so, dass die Zeit hier still steht, aber die schulischen Verpflichtungen häuften sich und die Schlussgerade kam beängstigend schnell näher. Wir gaben unser Bestes, dass der Spassfaktor nach wie vor hoch gehalten wurde. So ging es mit unseren koreanischen Freunden ins koreanische Gaya. Das Essen war sehr gut, mal was total anderes als Subway und Chnoblibrot! Das beste war das hotte Pork, welches wirklich fantastisch schmeckte! Nach einem kurzen Abstecher im Downunder gings dann nach Hause, damit man am nächsten Tag wieder (mehr oder weniger) frisch die altbekannte Schulbank drücken durfte...
Mehr oder minder spontan gings letzten Freitag ins nahegelegene Fussballstadion Suncorp Stadium, wo die in Brisbane einquartierten Queensland Roars gegen die Newcastle Jets antraten. Ein exzellentes Stadion mit Charme, welches mich sehr beeindruckte! Das Spiel war dann in einer anderen Liga als das Stadion von sich zu geben mag. Bälle, die mit Leichtigkeit erreicht werden konnten, wurden aufgegeben, Dribblings, die nicht funktionierten und massenhaft geniale Chancen die man mit Leichtigkeit übers statt ins Tor setzte (ich bimes ja gwöhnt, obwohli vernoh han, dass GC gäge fcz gunne hät *hehe*HARHAR*). Jedenfalls war's wie gewohnt: Wer keine Tore schiesst und sogar den Penalty schlechter platziert als Streller letzthin in Deutschland, der kriegt halt die Tore. So war es auch: 91 Minute, ein Kopfball eines Jets brachte das Brisienetz zum zappeln und switchte den Score auf 0:1, was auch das Endresultat war. Imposant und aufregend gleichermassen, ein cooles Spiel trotz allem!

Einen Teil der finalen Examen habe ich bereits hinter mir. Das speaking war eigentlich nicht schlecht, obwohl viel Vorbereitetes wie Sprichwörter und die ach so coolen phrasal verbs nicht Verwendung fanden, weil die Fragen "komisch" waren. Jedoch gab ich mein Bestes und denke, dass ich sicher den einen oder anderen Punkt eingeheimst habe. Das Listening war dann etwa gleich einzustufen: Spontan umstellen und das Beste draus machen. Task 1 war z.B. über eine "Parishma" oder wie der Lumpen auch wieder heisst, denn man/frau lässig über die Schulter wirft. Zum Glück war dann Task 2 über Canada (aber leider nix übers Roxy). Das übelste von allem war dann aber Task 4: Teils in Slangs zur Unerkenntlichkeit verschlugene Sätze machten uns das Leben schwer. Anyway, es ist vorbei und ändern kann ma auch nix mehr. Morgen fallen dann noch die schriftlichen Prüfugen an: reading, writing and the lovely use of english....
Danach, am Donnerstag, gehts bereits auf meine Reise. Ich werde nach Adelaide fliegen und grob gesagt der Ostküste bis nach Cairns reisen, inkl. einen Abstecher nach Tasmanien, die "kleine" Insel. Ich freue mich sehr auf diese Reise und kann kaum mehr warten... Doch erst noch das letzte Cambridge-Dessert verdauen.

Ach ja, da war noch was nach'm speaking. Es wurde zu heiss und die Vorstellung so zu reisen, zwang mich, den Schritt zu vollbringen, der zu vollbringen war... check nepigallery and you know what I'm talkin' about! :-)

So, das wärs bereits wieder von meiner Seite. Ich wünsche euch noch eine wunderschöne Adventszeit, vorab schon frohe Festtage und ganz zum Schluss noch einen guten Rutsch ins neue Jahr! Hebed Sorg und me gseht sich!

cheerz vom Santa!
nepi / Marcel

Montag, 12. November 2007

nette Bekanntschaft mit Lady Musgrave

Freakig! Letzte Woche war der Melbourne Cup in derselbigen Stadt. Ein guter Grund, die Arbeit beiseite zu legen und sich was anderem zu widmen. In Brisbane und anderen Städten und Dörfchen steht alles still und die Leute arbeiten nicht mehr, Melbourne selber hat sogar ganz frei! So war es natürlich naheliegend, dass auch wir unsere Stunden so schoben, um uns um 14.00 auch noch in eine bereits überfüllte Bar zwängen konnten. Der „Anpfiff“ war dann auch gleich und die Pferde gaben ihr Bestes, preschten los. Wir hatten auch ein kleines Lotto in der Schule veranstaltet und durften für den Einsatz von 2 Dollar ein Zetteli ziehen mit ‚nem Pferd drauf. Von Master O’Rilley (Favourit) über Purple Moon und Blue Monday (meins) waren so ziemlich alle nur erdenkliche Namen vorzufinden. Runde eins war noch verhältnismässig still im Pub, doch als dann Runde zwei anbrach und die Tiere in die Zielgerade einbogen, brach ein stürmisches Rufen und Daumendrücken aus, als ob Alex Frei alleine aufs Brasiliengoal zustürmen würde um das rettende Tor ins WM-Finale zu schiessen (nur so als Vergleich). Es war das Pferd, welches das Feld regelrecht von zu hinterst aufrollte und schlussendlich mit einer Nasenlänge gewann. Wenn wunderts, es trug den Namen Efficiency. Danach war der Spuk auch schon vorbei und die Leute gingen wieder zur Arbeit (oder au nöd) und wir zur Schule *sniff*

Da war dann die Begegnung mit der Lady Musgrave, eine alte, aber wirklich durchaus äusserst reizende Dame, die nebenbei noch klasse aussieht und die prächtige Form einer schlanken Koralleninsel trägt, schon viel angenehmer. Erstmals gings am Freitag (day off, teacher’s education) ins etwa 500km nördlich gelegene Agnes Water um dort in einem hübschen Motel zu nächtigten. Früher als erlaubt ging es mit Badeausrüstung und Sonnenkräm zur Lady Musgrave Island. Die Hinfahrt mit einem grösseren Schiff war zwar alles andere als toll, Details werden jedoch bewusst erspart. Die Insel selber ist nicht wirklich gross und schon seit Jahren geschütztes Gebiet. Es gibt bloss einen kleinen Campingplatz und einen kleinen Pfad durchs Dickicht. Die Insel kann nur als geführte Tour betreten werden. Hat auch seine Gründe, denn wie gesagt ists unter Schutz und zweitens gibt’s viele Vögel, speziell um diese Zeit, welche nesten und brüten. Auf der Tour wurde natürlich allerlei erklärt und erzählt und peinlich genau geachtet, dass niemand aus der Reihe tanzt. Das Tauchen war dann schon etwas anderes, denn im Wasser gibt es kein oben und unten. So ging’s nach kurzen Instruktionen mit Ausrüstung ins Wasser, wo man ganz chribbelig die minimalsten Checks vorführen musste wie Ventil weg - Ventil auf, erster Ohrendruck lösen etc. Ich persönlich hatte zu Beginn etwas Mühe mit dem Atmen, weil das unter Wasser immer so schwierig ist, doch nach einigem Pröblen ging auch dies ziemlich gut. Und so gings zusammen runter in die Tiefe, bis auf den Boden (knapp 7m) und nur wenige Centimeter über die Korallenriffs, immer schön begleitet von neugierigen Fischen und dem wachen Tauchleiter. Man verbrachte doch ne schöne Zeit in „downunder“, bevor man wieder vor dem Sonnenlicht seine Augen blinzelte. Das Wasser ist klar wie in der Badewanne (einfach salziger) und alles, die Tiere, die Korallen sind regelrecht zum berühren nah. Es ist einfach eine andere Welt und ungeheuer impressive! Auch das anschliessende Snorkelling war nochmals ganz für sich. Dachte immer so rumschnorcheln sei doch öde und nicht spannend, doch in solchen Gewässern isses einfach anders. Klar, man sollte immer an der Wasseroberfläche bleiben (sonst Atemprobleme, schwerwiegende versteht sich) doch von da aus lässt sich die Unterwasserwelt auch ganz prima beobachten, zumal man auf sich alleine gestellt ist und dort weilen und erforschen kann, wo man will. So sah ich auch da nochmals viele gwundrige Fischlis, die sich in den Korallen versteckten, Fischlis wie wir eigentlich nur vom Zoo kennen. Ich gab dann die ganze Übung auf, als ich zweimal beim Einatmen statt reiner Luft je einen dicken Schluck Salzwasser von den Wellen geliefert bekam. Und nach dem nächsten Bad, dem Sonnigen, galt es, die letzte Hürde zu nehmen: Heimfahrt, zurück zum Anlegeort 1770 (kein Witz!), die zum Glück besser war und mit schöner Abendstimmung belohnt wurde. Auch der nächste Tag begann wieder um Sieben in der früh, zumindest für diejenigen Glücklichen, die einen Scenic Flight buchten. Mit grossen Erwartungen stieg man ins Flugzeug eines witzigen, aber Geschichten nach abenteuerlichen Pilotes. Erstmals wurde Höhe gewonnen, die ersten schönen Bilder geschossen und Aussicht wie Sonne genossen, bevor dann die berüchtigte Frage „do you like rollercoaster?“ kam. Wir, drei Jungs im besten Rollercoasteralter, bellten ein klares„yeah!“ durch die Kabine und so gings bereits das erste Mal in den Sturzflug! Huff, dickes Ding! Das zweite Mal hielt er den Steuerknüppel ziemlich lange in die Tiefe und die Welt konnte in einem perfekten 90°-Winkel bestaunt werden – echt geil! Nur der letzte Sturz war einer zuviel des Guten und der Pilot meinte dann etwas trocken „when passengers are gettin’ quieter and beginning to sweat, then I know what’s up with ’em“. Trotzdem, der Flug einige Meter übers Meer, über Wälder und am Lighthouse vorbei und meine ersten Flugerfahrungen am Steuerknüppel, während der Pilot fleissig Fotos schoss, waren weitere Highlights bis dato in Australien!
Weiters gings gleich im Anschluss zum Surfstrand, wo nach kurzen Instruktionen gleich ein Brett geschnappt wurde um die perfekte Welle zu suchen. Die ersten Versuche landeten im salzigen Wasser, die Letzten auch. Ist nicht einfach, zumal ich kein Snowboarder bin, doch macht’s mächtig Spass und sollte schon fast in mein Reiseprogramm aufgenommen werden... Die Heimfahrt war dann genauso gemütlich wie die Hinfahrt und brachte uns alle langsam wieder in die Realität zurück, in die Stadt Brisbane, wo wir am Montag jeweils zur Schule gehen...



Ein weiteres Filmli ist auf youtube zu finden, die neusten Fötelis sind auch schon upgeloaded, wie nach jedem Blogeintrag

Ein herzliches cheerz in die Schweiz!

nepi

Montag, 5. November 2007

a must-seen week

Letzten Mittwoch haben wir Australien betrogen: Wir gingen schweizerisch essen! Sollte wohl meine Aussage im letzten Post etwas korrigieren... Wir waren schlussendlich sechs Personen von unserer Klasse, davon zwei aus Asien (Michelle und Naoto), die noch nie in den Genuss von schweizerischen Spezialitäten kamen. Das Restaurant war ca 20min vom Zentrum entfernt, wurde von dem ausgewanderten Ehepaar Monika und Nick im heimeligen Schweizerstil eingerichtet. Neben einigen Fonduecaquelons waren auch Bilder aus der Schweizer Stube vorzufinden, so etwa die Kappelibrücke, Schilthorn, die drei Geschwister Eiger, Mönch und Jungfrau und in mehrfacher Ausführung natürlich das Matterhorn. Geschmückt mit den Kantonswappen gab die Beiz schon ein ziemlich heimeliges Gefühl ab. Selbst das Personal verstand etwas Schweizerdeutsch, fühlte sich aber im Englischen um einiges wohler. Michelle überzeugte sich vom feinen „süriggschnätschlts“ (Zürigschnätzlets) während Naoto den mutigen Schritt in die Fondueküche wagte. Naoto, noch schnell als Ergänzung, ist ein ausgiebiger Feinschmecker und hält durchaus Konkurrenz zu mir und anderen Vielessern. Es schmeckte ihm ausgezeichnet (O-Ton „it’s delicious“), doch musste er die Zielgerade den Schweizern überlassen und lernte die „Nachwehen“ des Fondues kennen. Das abrundende Schoggimousse beendete dann dieses Heimatgefühl und der muffige Zug riss uns dann entgültig wieder aus dem Träumen.
In der Tat ausgezeichnet und ja, man kann wirklich Fondue bei 30° in Shirts n’ Shorts essen...

Am Samstag gingen wir in den bekannten Australia Zoo, der vom tödlich verunglückten Tierfreund Steve Irwin aufgebaut wurde. Der Zoo ist etwa eine gute Stunde von Brisi mit dem Zug entfernt und wirklich sehr gross. Die Gehege geben den Tieren viel Raum und Platz und sind wirklich grosszügig gebaut. Auch ist der ganze „Laden“ super gut organisiert: Der Shuttle vom Bahnhof ist nicht etwa ein aus der Schweiz aussortiertes Postauto, sondern ein doppelstöckiger Car!
Als erstes stand natürlich die Tiershow an, die auch eine Krokodilfütterung beinhaltete. Erst wurden Schlangen und verschiedenste wilde Vögel gezeigt, die beängstigend knapp über die Köpfe der Zuschauer flogen, bevor dann die langersehnte Krokofütterung anstand. Als ein etwa 4m langes Vieh sich durchs Wasser schlängelte wusste man, dass da nicht auf Sparflamme gekocht wird! Das Krokodil wurde gelockt und gefüttert. Beeindruckend, wie das Schnappen laut tönte und wie hoch es jeweils sprang für Futter.
Weiters bestaunten wir natürlich Koalas, wie sie da sassen und frassen und nix taten :-), friedliche Känguruhs zum streicheln, faulenzende Dingos, die giftigsten, längsten Schlangen und riesige Schildkröten, wollige Wombats, gemütliche und stressfreie Elefanten sowie putzige Tiger. Und überall waren begeisterte Kommentare von Steve Irwin zu lesen. Auch eine Fotobio von ihm machte den Zoo zu einer sehr persönlichen Angelegenheit.

Gleich anschliessend besuchte ich ein Metalkonzert im botanischen Garten. Machine Head gastierten mit Trivium und Arch Enemy – Ein Billing, welches ich nicht verpassen durfte! Allgemein gesagt herrscht hier eine Unterernährung in Sache Metal: Die Nachfrage ist da, doch am Angebot fehlts leider ein bisschen und so ist das Lechzen nach Konzerten verständlich. Maiden bspw. werden mitte Februar spielen, der Gig war nach lächerlichen 25min ausverkauft. Das Problem ist nun mal auch, dass nur wenige Bands Australien auf der Karte finden und sich dorthin verirren und wenn sie den Weg gefunden haben (oder ins falsche Flugzeug gestiegen sind), schrauben sie einfach kräftig an den Preisen: Motörhead z.B. verlangten 130 AUD, für diesen Konzerte blätterte ich 75 AUD hin, in der Schweiz wäre es in etwa die Hälfte gewesen.
Was ich aber den Australiern lassen muss, ist auch hier die tadellose Organisation! Ich staunte nicht schlecht, als eine immense Schlange mich innert 7min durch die Kontrolle führte. Auch gab es Bändeli für die Alkoholkontrolle. Das Gelände hatte schon fast festivalische Ausmasse: Food-, Merch- und Drinkstände im Übermass und immer schön für U18 und Ü18 abgetrennt, rauchen war nur in abgesteckten Gebieten zulässig!!!
Alle drei Bands nutzten ihre Zeit vollkommen aus. Arch Enemy mixten fein säuberlich melodiöse Solis zu hartem Geschrubbe, Trivium gaben ordentliches Brett zum Besten und begeisterten von A bis Z, zeigten wie stark sie von Australien begeistert sind und konnten (deshalb?) die Bühne fast schon als heimliche Gewinner verlassen. Machine Head waren dann doch nochmals um eine Stufe härter, der Sound jedoch trotz Ohrenschutz übel nah an der Schmerzgrenze – zu laut ist auch nicht immer gut. Rob hatte seine Freude und forderte des öfteren zum circle pit auf. Auch zeigten sie, dass Prügelknaben der Marke Thrash eben Balladen schreiben können. Alle drei Bands hatten ihren dicken Spass und mit ihnen das Publikum, welches das bereits um 10.20 beendete Konzert mit einem breiten Grinsen gen Hause (oder Pub) verliessen.

Nun, nach dem Fondueznacht (musch gmacht ha), Australia Zoo (musch gseh ha) und dem Konzert (musch ghört ha) ging leider bereits ein weiteres Weekend vorbei.

Wünsche euch weiterhin eine gute Zeit im Schweizerländle und ein weiteres, dickes

cheerz!

Marcel

>don't miss nepigallery

Dienstag, 30. Oktober 2007

Mooloolawad? and the precious Straddie

Vorletzten Sonntag stellte uns Toni (Seline’s Hostfather) freundlicherweise sein Auto zur Verfügung. So nutzten wir die Möglichkeit, zviert gen Norden ins kleine Städtchen Mooloolaba zu höttern, welches nicht einmal im Reiseführer erwähnt wird! Das Städtchen (oder Dörfchen) ist ziemlich niedlich und gepflegt, jedoch recht bevölkert. Die Küstenlinie zeigte sich mit ihren flachen Riffelsen und dem weissen Strand als äusserst abwechslungsreich. Da steht man noch auf schroffem Gestein, so versinkt man einige Meter weiter im weichen Sand. Und vor allem: Endlich hohe Wellen und kein sandverstreuender Wind! Was nicht anders zu erwarten war an einem solch schönen Sonnentag, dass ziemlich viele Tüechlis vorzufinden waren. Es herrschten zwar keine Nizza’schen Umstände, doch war man keineswegs alleine mit dieser netten Idee. So neigte sich leider die Sonne schneller dem Horizonte zu als erwünscht...

Letzte Woche war von kurzfristiger Natur: Vier verschiedene Klassen packten ihre acht Sachen (Food inkl.) und verreisten für drei Tage auf die Stradbroke Island. Die Insel, von den Brisies liebevoll „Straddie“ genannt, besteht etwa zu 95% aus Sand und hat nicht soviel zu bieten, was ausgezeichnet ist, denn der Erholungseffekt ist somit umso grösser. Auch wären sogenannte tourist attractions völlig fehl am Platz. Dazu kommen noch dutzende, einsame Strände, welche die Insel massgebend schmücken und aufwerten. Touristisch überflutet kann es gar nicht werden, weil zu wenig Unterkünfte vorhanden sind und die Insel verhältnismässig gross ist. Neben zwei Pubs, einem kleinen Getränkelädeli und wenigen Hotels ist kaum was zu finden. So war es klar, dass die ganze Verpflegung „an Land“ besorgt werden musste, gekocht wurde schlussendlich klassenweise. Auch machten es die Lehrer spannend, weil der ursprüngliche Zweck ein sogenanntes „alternative learning“ sein sollte. Was auch immer unter diesem Begriff zu verstehen sei, die nächsten Tage sollten Licht ins Dunkel bringen...
So traf man sich am Mittwoch in der Früh (8i, es isch früeh :-) ) bei der Schule, um die Nahrungsmittel rechtzeitig einkaufen zu können. Danach brachte uns Zug, Schiff und Bus problemlos in die Jugi, die nur wenige Meter vom Strand entfernt lag. Der Nachmittag entpuppte sich dann bereits als freundliches „alternative learning“: Gemeinsam verbrachten wir ihn am Strand, spielten Fussball und Beachvolley und genossen einfach Sonne, Meer, Ruhe… Kein Stress, keine relative clauses, keine gar nix! So wie es nun mal sein muss (sollte)! Genau das Richtige um von dem Grossstadtstress zu fliehen!
Das Kochen am ersten Abend übernahmen unsere Freunde aus Süd-Korea, die eine südkoreanische Spezialität auf den Tisch zauberten. Leider ist mir der Name entfallen, doch das ändert nichts an der schmecklich feinen Delikatesse! Die einten gaben ihre einheimische Küche zum Besten und glänzten im zubereiten von japanischem Curry oder asiatischen Glasnudeln, wo andere auf altbewährtes wie Pizza oder Barbecue setzten. Das Schweizerteam brutzelte eine astreine Älpler Maggrone auf den Tisch! Fondue wäre auch eine Überlegung wert gewesen, doch bei 30° und in der Pfanne? Am Abend sass man noch bei einem gemütlichen Bierchen zusammen, ging an den ruhigen, vom Vollmond beschienen Strand oder spielte Billard oder Tischtennis bis zum abwinken.
Der nächste Morgen erwachte bereits um 9 Uhr. Nach einem üppigen Frühstück machten wir uns am Strande entlang zu einem Naturpfad, wo man allerlei Tiere und Tierchen zu sehen bekäme. Obwohl für heute Regen und Sturm angekündigt waren, genossen wir die volle Fülle an Sonne und Wärme. Nur einmal streiften uns einige Tropfen, doch damit wars dann auch bereits besiegelt. Das Meer war ebbig, was die Strände nur noch weiter ausdehnen liess. Riesige Plätze fand man vor, alle total einsam, ohne eine einzige Menschenseele - very impressive. Der Naturpfad selber zeigte uns dann die schöne Seite der Natur und neben einer Schildkröte waren auch einige Delphine ersichtlich (glaubs). Nur Löwen und Giraffen versteckten sich zu gut vor uns...
Der Nachmittag stand ganz im Zeichen von relaxen und hängen. Zwar brummten uns die Lehrer einige Aufgaben auf, doch diese Papiere blieben praktisch unberührt. Wir waren aber noch gut bedient, denn die CPE-Klasse durfte zwei Stunden mit dem Lehrer verbringen.
Der Abend selber war dann wieder im total gemütlichem Rahmen. Zwar konnte man nicht an den Strand, weil es nur so aus Kübeln goss, dafür lief die Party in der Bude ordentlich! Einige Personen zogen ziemlich witzige Unterhaltungen ab und zeigten eine Show, die man so nicht erwartet hätte. Dass auch hier die Zeit nur so verrann, versteht sich von selbst.
Der Freitag war dann noch kürzer als alles erdenkliche: Gerade konnte man das Frühstück geniessen und noch „kurz“ an den Strand höcklen (der übrigens vom Regen einmalig „geglättet“ wurde, als wäre man der Erste gewesen, der den Strand betrat), bevor man wieder mit Bus – Schiff – Zug ins Zentrum zurücktransportiert wurde.
Und zurück in Brisbane, wo die Autos brausten und die Menschen Strassen kreuzten, wurde einem erst so richtiggehend bewusst, was die Oase Straddie eigentlich wirklich ist: Ein kleines, friedliches Paradies auf Erden, eine wahrlich schöne Perle im Meer! Fernab von allem Erdenklichen, einen Spirit verbreitend, der Ruhe und Gelassenheit, Verlassenheit und Unbekümmertheit verstreut. Die Insel erstrahlt in ihrem schönsten Kleide und macht sie zu dem, was sie ist und verdient hat...

Und jetzt heissts auch schon „Willkommen in Woche 7“ – Halbzeit :-(
Und jetzt heissts auch schon wieder

Cheerz aus downunder

Marcel

nepigallery wurde natüterlich upgedated :-)

Montag, 15. Oktober 2007

the last few activities

Vorletzten Sonntag stand der Tagesausflug in den Süden (selbst hier gibt’s noch ein „Süden“) richtung Byron Bay an. Das Wetter versprach etwa gleich viel wie die Kuoniwerbung: schönes Wetter, blauer Himmel. Die erste Etappe in Byron Bay – Märit - zeigte sich meteorologisch wie „markt“technisch von der vielfältigen Seite. Ein ziemlich freakiger Markt irgendwie, viel Trödelwaren und Zeux wo man kauft, damit man wieder was Neues neben das Alte vom letztjährigen Märit in den Estrich stellen kann – so zumindest mein Eindruck. Allgemein ist das Marktleben weniger was für mich, ausser wenn er den Namen SWX trägt :P Byron Bay, so sagt man, sei der Ort, wo sich viele „Arbeitsscheue“ irgendwie durchs Leben kämpfen oder schlichtwegs einfach nicht arbeiten wollen, was auch auf dem Markt zu spüren war...
Das Lighthouse – die nächste Station - versprach da schon etwas mehr... mehr... mehr Wind, Meerwind. Luftig, aber mit einer schönen Aussicht beschmückt öffnete sich der exponiert gelegene Leuchtturm dem weiten Meer. Ein kurzer Pfad mit den obligaten Warnschildern ('never leave the track') führte uns an den östlichsten Punkt Australiens, der mit schroffem Kliff und kleinen Strand umrahmt wird. Ganz in der Nähe wohnte übrigens der legendäre Crocodile Hunter. Nächster, und letzter Stopp war dann *tataam* der Strand. Nice place indeed, doch zugegebenermassen windig, das Wasser abkühlend und die Sonne briet wieder, ohne dass man gross Kenntnis davon nahm (gefährlich, gefährlich). Schlussends war’s ein gemütlicher Trip in den Süden, ein nettes Örtchen, welches aber in Highseasons sicherlich von Touristen nur so überlaufen sein wird.
Letzten Samstag (13. Okte) feierte Seline’s (auch als „C. Schiffer“ bekannt) Hostbrother Math seinen 21. Birthday, der hierzulande am ausgiebigsten zelebriert wird und das Nomen „Party“ neu definiert! Sowas hab ich bis dato erst in Hollywoodfilmen gesehen! Da waren locker über 70 Leute anwesend, Freunde, Familie, Kollegen, ja sogar Nachbarn waren mit am Start (invite the neighbours so they won’t call the police... 'nuff said!), in einem Haus und einem noch grösseren Garten, beschmückt mit Tischlis und Sofas, die übrigens eine ganz eigene Story haben: Der Hostfather meinte, er habe in der Zeitung nachgeschaut, wann in welchem Bezirk Sperrmüllabfuhr sei. Prompt an jenem Samstag war eine in der Nähe und so „holten“ sie die zur Abfuhr bestimmten Möbeln ab und stellten sie in den eigenen Garten! Aber das war noch lange nicht alles: Es gab Essen bis zum platzen, ztrinken, eine ganze Badewanne voll!, Musik zum shaken & sein und durchs Band weg einfach geile Leute! Es war eine awesome party und trotz sie bereits um 7 begann, wars einfach zu kurz!
Der nächste Morgen und insbesondere das Aufstehen stellte sich somit als eher schwierigere (für mich) bzw. kaum lösbare (für Andrew) Aufgabe dar: Wegen der verpassten Ferry (ich) bzw. verpasstem Wecker (Andrew) gabs ein kleiner Spurt (für mich) / ein kleines Telefon (für Andrew). Der Bus (für mich) / Das Taxi (für Andrew) führten uns dann schlussendlich ans selbe Ziel: Whale Watching. Ein schnittiges Böötli trug uns in die Weiten des Ozeans, wo wir alle gespannt auf die Wale warteten. Einige sog. „footprints“ waren schnell gesichtet, bevor das erste Mal ein kollektives „oooh“ durch die Reihen ging, als die Heckflosse zu sehen war. Zwei,- dreimal wechselten wir den Ort, um weiteres Glück zu versuchen. Manchmal tauchten zwei gleichzeitig auf, manchmal war in der weite eine kleine Fontäne zu vernehmen. Das absolute Highlight aber war schon ein kleiner Wal, der die ersten regelrechten „Freudesprünge“ vorführte. Ich für meinen Geschmack jedoch erhoffte mir viele Sprünge und Winkiwinkies von den Animalen, doch war leider nix damit, aber schon alleine so nah an einem solchen Tierchen zu sein ist ziemlich ungewohnt, schliesslich sieht man sie ja nicht täglich im Knie, und breitete eine gewisse Faszination aus.
Finally war’s ein ganz gediegener SONNtagsausflug, der uns alle wieder ein bisschen bräunte *hehe* und nicht nur das Blaue vom Himmel sprach, sondern den Tag zur Kurzweile verbann...

cheerz
nepi

Dienstag, 2. Oktober 2007

Trip 2 Surfers Paradise

Nach der letzten Schulwoche mieteten wir kurzerhand ein Auto und brausten zu fünft im kleinstmöglichen Vehikel gegen Süden. Mit der Sonne im Gesicht und dem Respekt des Linksverkehrs in den Armen hötterten wir der Gold Coast entlang. Die Sache mit dem „twisted traffic“ :-) war gar net so schlimm, man muss einfach vorsichtig brausen und sich konzentrieren. Doof ist einfach, wenn man schalten will und den inneren Türgriff in der Hand hält, oder noch mühsamer war das Blinken, das mit dem Scheibenwischer „vertauscht“ wird (funktionieren einwandfrei, die Dinger - habe sie mehrmals getestet), und wenn da noch einen Tag Sandstaub auf der Scheibe liegt, sieht man nach dem „blinken“ nimmer viel...
Doch erstmal alles der Reihe nach. Zuerst wollten wir den Outlet auschecken gehen, welcher „etwa 15km vor Surfers Paradise“ liegt, der uns alle ziemlich erstaunte! Is ja krass wasma da alles pöschtelen kann! Nein, echt nimmer normal! Man stelle sich eine Art Fiescher Feriendorf vor mit Markenläden, einer nach dem anderen! Und auf jegliche Ware einfach Rabatte und Abschläge, das es einem schlecht wird! Erinnerte mich gleich an Bibi’s Worte: „ihr würdet da alli au megaviel ichaufe“ – Recht hat er!
Mit gefüllten Taschen erreichten wir dann Surfers Paradise, wo wir schon fast verzweifelt unsere Jugi suchten und nach dreimaligen vorbeifahren auch endlich fanden (per Zufall) und es dann nach einem Znacht beim Chinesen richtung Ausgang ging. Die Szene „Surfers Paradise“ scheint 24 Stunden zu leben! Ein Besuch inner Disco durfte natürlich nicht fehlen, wo wir bis in die frühen Morgenstunden verweilten. Es war ein cooler Club, ging hot ab und hatte mit seinen Couches und dem zu kleinen Dancefloor einen Hauch Indochine in sich. Der Hammer war dann aber, als wir nach Hause gingen: Fast schon zürifäschtige Umstände herrschten da, ein menschliches Wirrwarr und belebt wie eh und je! Aufs Taxi durfte man locker 1.5 Stunden warten!!!!! (Wir hatten eins innert 5min *hehe*).
Der nächste Tag stand dann ganz im Zeichen des Strandes. Der Beach war fast ganz in Weiss und der Sand so feinkörnig, als wate man durch Mehl – fühlte sich echt genial an... (Dabei ist es nicht mal der Feinste des Kontinents!) Nur der aufgewirbelte Sand haftete überall und gab noch den netten Nebeneffekt beim eincremen eines Peelings. Die Sonne brannte auch ordentlich, das Meer hatte einen abkühlenden Effekt und Surferboyz gabs genauso viele wie Bikinis.
Am späten Nachmittag mussten wir leider bereits wieder Abschied nehmen von dieser schönen Stätte und hötterten gemütlich gen Brisb zu...
... und gester häme wieder id Schuel döfe :-)

So wie’s aussieht steht nächsten Sonntag Byron Bay auf dem Programm. Es sei „awesome! don’t miss it out“. – Man darf gespannt sein!

In der nepigallery findet ihr neue Pix vom Trip

soweit mal wieder ein dickes

CHEERZ

nepi