Sonntag, 24. Februar 2008

last stage last post.... *sniff*

Wad? Ende Februar? Ne, kann doch net sein, bin erst gleich hierhin gekommen.... *glp* es is wirklich schon fas wieder Zeit zum Heim kehren.... Wie auch immer, hier folgt der leider schon bereits letzte Bericht meiner Reise... Der nächste folgt in mündlicher Ausgabe :-)


Mit grossen Erwartungen ging ich auf den Whitsunday Island-Trip, die dann regelrecht im Wasser „versoffen“. Der Monsumregen hauste an der Ostküste und wütete wie seit Jahren nicht mehr! Trotz dem Wissen, dass es die nächsten drei Tage nicht wirklich schönes Wetter sein wird, fand der Trip statt. Das Wetter schränkte uns dann auch entsprechend ein: Am ersten Tag gingen wir bei strömendem Regen schnorcheln und danach in eine Bucht, wo man ziemlich windgeschützt war. Am zweiten Tag erreichten wir Hamilton Island und konnten im Ressort Pool & Bar benutzen, am dritten Tag genossen wir einen Strand, bevor man mit offenem Segel wieder zurückfuhr. Das war wirklich schade, dass nicht mehr drinne lag, denn die Whitsunday Inselgruppe ist eines der bekanntesten und schönsten Orte im Great Barrier Reef. Wie wir auf der Tour über Radio erfuhren, stürmte es dermassen in Airlie Beach (Ausgangsort), dass gegen die 50 Boote am Ufer strandeten und kaputt gingen. Eine Gruppe, die ebenfalls mit dem Schiff unterwegs war, musste sogar evakuiert werden! Somit hatten wir alle nochmals kräftig Glück.
Die nächste Station wäre dann die Great Keppel Insel gewesen, doch auch hier regnete und windete es dermassen, dass die Fähre erst gar nicht in Betrieb war. Ich blieb somit in Rockhampton und genoss zwei ziemlich lockere Tage. Rockhampton ist neben Townsville die einzige grosse Stadt zwischen Brisbane und Cairns.
Auf dem südlichen Weg kam ich an Bundaberg vorbei, wo ich die berühmte Bundaberg-Distellerie anschauen ging. War sehr interessant, wie der Rum bearbeitet, gelagert und vermarktet wird. Übrigens werden nur 4% der Produktion exportiert (davon 3% nach Neuseeland), die restlichen 96% werden in Australien genossen, deshalb auch der Grund, weshalb man diesen übrigens leckeren Rum nirgends finden kann.
Weil die Fraser Island-Touren bereits ausgebucht waren, entschloss ich, erst Noosa anschauen zu gehen. Noosa ist ein charismatisches Städtchen nördlich von Brisbane, in dem man entweder total zurücklehnen kann oder sich mit surfen und anderen Aktivitäten fitt halten kann. Umrahmt mit schönen Stränden und bereichert mit Grünpflanzen und verwirrenden Flussverzweigungen bildet Noosa eine populäre Stätte für Jung und älter. Ich entschied mich für eine Entdeckungsreise im Noosa Hills Nationalpark, die sehr gemütlich und entspannend war, und gönnte mir danach eine gütliche Pause am Strand.
Danach ging es dann aber schnurstracks auf Fraser Island, die weltweit grösste Sandinsel! Und wahrlich, sie ist a) extrem gross und b) voll Sand. Ich entschloss mich auf eine Tour ohne Guide, die sehr spassig war. Mit einem 4x4 hötterten wir über die Insel, erst wars noch human, aber schnell wechselten die Strassen in ein Inferno aus Gruben, Hügeln, Wurzeln und Unebenheiten, so dass man übelst durchgeschüttelt wurde. Auch das Steckenbleiben im Sand gehört einfach dazu und war immer wieder lustig. Am ersten Tag war es noch grausig grau am Himmel, aber dies änderte sich glücklicherweise. Die üblichen und vorgeschlagenen Sights wie der Eli Creek, das Shipwreck und die Champagne Pool (die übrigens nicht mit dem gleichnamigen Getränk gefüllt sind) bildeten das Programm der Tour. Genächtigt wurde auf einem Campingplatz, wo auch die anderen Gruppen ihre Traumstunden hielten. Unterwegs begegneten wir sogar Dingos, den Wildhunden und ein Grasshopper hielt mal die Abendgesellschaft schön auf Trab und sprang über alle Köpfe (Indikator für GC :-) ). Der absolute Höhepunkt aber kam am Schluss: Lake MacKenzie! Meine Güte, ein Strand so weiss wie chlorfreies Papier, so fein wie Puderzucker und ein See der die Klarheit von Hahnenwasser hat und in sich in eine tiefblaue Dunkelheit wandelt! Gemischt mit dem saftgrünen Wald und einem strahlendem Himmel ergibt dies ein Bild sondergleichen! Wahnsinn! Leider war hier die Zeit viel zu knapp und wir mussten bald schon wieder richtung Boot hötterlen.

Fraser Island war meine letzte Tour, meine letzte Station der Reise. Jetzt bin ich wieder zuhause in Brisbane... Brisbane? Bedeutet das das Ende meines Trips? *glp* Ich bereite mich nun auf meine Heimreise vor und werde bald auch schon wieder die Grenzen zur Heimat übertreten. Dies wird nächsten Dienstag, 27.2.’08 um 10.00Uhr von London (BA 710) sein. Erst aber geniesse ich noch die letzten Sonnenstrahlen hier....

Als Leute, man sieht sich bald schon wieder.... Ein letztes

cheerz from downunder

nepi / Marcel

Sonntag, 10. Februar 2008

nepi still on the way...

Die Zeit rennt! Es ist schon wieder Febre und mein Rucksack ist noch vollgestopfter mit Erinnerungen und Erlebnissen als je!

Nach Tasmanien reiste ich im gemütlichen Schritte richtung Canberra, die Landeshauptstadt (aber auch nur, weil man sich nicht zwischen Sydney und Melbourne einigen konnten, so entschied man sich für die „Mitte“). Canberra ist noch kleiner als Adelaide und viele Leute sagen, es gäbe gar nichts zu sehen dort. So ist es aber auch wieder nicht. Es gibt einige Museen, nette Cafés und auch sights to see. So z.B. das Parliament Building, die Hauptattraktion der City, welches in einen Hügel gebaut wurde, den man besteigen kann! Canberra wurde einst von sorgfältiger Hand geplant und erbaut. Dies erklärt auch die Symmetrie der Stadt, die man vom Parliament Hill bestaunen kann. Der Lake Griffith bildet ein nettes Naherholungsgebiet. Auch die ANZAC Parade, eine gerade Strasse, die mit Denkmalen beiderseits geschmückt ist und mit einem Kriegsmuseum abgeschlossen wird.

Danach ging’s schnurstracks in die Blue Mountains, ein Gebiet etwa 100km östlich von Sydney. Teilweise schlechte Strassen, heftige Regengüsse und die Verlassenheit waren glücklicherweise freundlich gesinnt, wenn auch nicht ganz beruhigend.

Die Blue Mountains, wie ich am nächsten Tag selber erkannte, „leuchten“ blau, weil der Eukalyptus wie ein blauer Schimmer abwirft und den Wald aus der Distanz bläulich färbt. Ein Walk an der Seite eines imposanten Wasserfalls und durch Regenwald war ziemlich impressive! Wo Blätter in den Weg hingen und Farn wilderte, führte irgendwo ein Weg durch diese Wildnis. Die bekannten Three Sisters waren eine weitere Attraktion, welche ich nicht verpasste. Fotogen ragten sie auf einem Grat in die Höhe und blickten in die Blue Mountains. Nach den blauen Bergen flog ich nach Alice Springs, in die Mitte der Wüste und des Kontinents und dementsprechend war’s auch wettertechnisch heiss, feucht und sonnig! Durchschnittlich über 40° zeigt das Thermometer hier an. Alice Springs selber aber ist ein Städtchen quasi im Nichts, inmitten der Wüste, und hat nur wenige Attraktionen zu bieten: Der Anzac-Hill bot eine schöne Aussicht über die Stadt und auf die nahegelegenen MacDonnells Ranges, im Reptile Center konnte man Schlangen und Reptilien aller Art bestaunen. Ein „Ranger“ erzählte von den Tieren, gab uns Reptilien zum Anfassen und verfütterte lebendige Käferchen, die schmatzend verspeist wurden. Auch eine Schlange stand auf der Anfassungsliste und es wurde sogar die Chance geboten, sie selbst zu halten, was erst ein komisches Gefühl ist.

Alice Springs ist eigentlich nur frequentiert weil es die nächstgelegenste Stadt zum Ayers Rock ist, der 450km weit entfernt liegt. Dieses Erlebnis (und Hauptgrund eines Besuches in Alice) liess ich mir natürlich nicht entgehen. Die heissen Temperaturen in Springs wurden bis zum Ziel nochmals gesteigert! Erst besichtigten wir die Olgas, einen nahegelegenen, ähnlichen „Stein“, bevor wir bereits die Abendsonne abwarteten, die dem Ayers Rock (oder auch Uluru) das markante Rot gibt. Leider zogen einige Wolken auf und der Kieselstein erleuchtete und teilweise im tiefen Rot, doch dies war schon genug imposant um einen eindruck zu erhalten, zumal noch ein riesiger Regenbogen genau im Uluru „einschlug“.

Die erste Nacht im Outback war schon sehr speziell. All die Spinnelis und Schlängelis in der Wildnis liessen uns gemütlich schlafen, ausser….. der Regen! Es regnete in Strömen und wie ich später erfuhr, war es der erste Regen seit den letzten neun Monaten!

Die Tagwache war dann im Dunkeln, um rechtzeitig bei Sonnenaufgang den Uluru bestaunen zu können und gleichzeitig unser Frühstück zu geniessen. Auch hier waren leider noch nicht ganz alle Wolken „entregnet“, aber die Strahlen, welche ihren Weg zum Stein fanden, drückten das typische Rot auf. Frisch gestärkt konnte man um den Uluru laufen (ca 10km), eine Besteigung war wegen schlechten Wettervorhersagen nicht möglich. Die Pfade hier um den Uluru müssen immer am Morgen bestritten werden, weil um 10 Uhr (wenns wirklich sehr hoch kommt), schliessen der Hitze wegen.

Der nächste Abend aber stand dann nur symbolisch in den Sternen: Das Gewölk verzog sich weitgehend, ein gemütliches Feuer und Znacht unter freiem Himmel wurde in allen Zügen genossen, bevor dann der soziale Teil und schlussends das Schlafen in der Wüste unter offenem Sternenhimmel anstand. Der Besuch von wilden Pferden riss jedoch nur wenige aus den Träumen.

Am dritten Tag beliefen wir das Kings Canyon, eine riesige Schlucht aus diesem roten Stein. Abgründe, Steintürme und ein erfrischender, natürlicher Swimmingpool bildeten eine imposante Basis für den Walk, der wieder in der „Morgenkühle“ genossen wurde. Auch hier waren die Gesteine rötlich gefärbt, das übrigens vom Eisengehalt kommt und leuchteten in der Morgensonne.

Die Rückkehr via Offroad und an wilden Kamelen vorbei und der abschliessende, gemeinsame Znacht in Alice rundeten diese Tour und das Erlebnis massgebend ab!

Danach reiste ich wieder zurück nach Sydney, um eine weitere, riesige Stadt zu geniessen und machte mich auf richtung Opera House. Der erste Blick bestätigte, was ich bis anhin immer wieder fühlte: Im Prospekt kommts nie und nimmer so imposant rüber als in Wirklichkeit! Stolz trohnen die weissen Schalendächer über die Harbour und bilden aus jedem noch so verrückten Winkel ein supergutes Fotosujet. Eine Tour durch die Säle durfte natürlich keinesfalls fehlen. Interessante Details und geschichtlicher Hintergrund liessen die Spannung auf die Innenräume nur so steigen und als man dann im Konzert- oder Opernsaal sass, gab es nix anderes mehr als blosses Staunen! Ein riesiger Saal aus bestem Holz (aus demselben auch die Stühle sind), welches den Ton bis in die hinterste Ritze leiten! Interessant war auch, dass da letzthin die Foo Fighters (mit Amps) mit einem Opernsänger (ohne Amp) einen Gig zum Besten gaben (und der nächste bereits in Planung ist). Für mich war schon seit eh und je klar, dass ich eine Oper erleben muss und weil ich mich nicht entscheiden konnte, riss ich mir gleich zwei verschiedene Tix unter den Nagel und es lohnte sich in jeder Hinsicht! Aber dazu etwas später mehr...

Nicht nur die Harbour-Bridge genoss formidables Blitzlichtgewitter, auch die schmucke Darling Harbour, welche viele nette Beizlis, Seafoodkneipen und Shops in sich vereinigt, ist ein beliebtes Touristenziel. Selbst ein Ausflug auf den Tower mit Skywalk (Rundgang „im Freien“ – keine Angst, die Sicherheitsvorkehrungen waren unglaublich extrem hoch!) verpasste ich nicht! Nicht nur das Opera House und die Harbour Bridge, sondern auch Wolkenkratzer und die Darling Harbour konnten aus luftiger Höh’ bestaunt werden.

Auch musikalisch war Sydney die Hochburg schlechthin! So folgte Oper – Metal – Oper – Metal und jeden einzelnen Abend verliess ich mit einem fantastic in mind! Die erste Oper war Carmen, eine Story über Liebe, Wechselbad der Gefühle und einem tödlichen Ende. Ich genoss die Sicht von einem Stehplatz auf dem Balkon. Die Aufführung war A1, musikalisch und gesanglich ein-wand-frei und absolute Spitzenklasse! Nepi kam nicht mehr aus dem Staunen! Das zweite Ding war dann am folgenden Abend Dream Theater. Klar, 3 Stunden minimum Spielzeit und irgendwo ‚ne Pause. Die Erwartungen wurden allemal übertroffen! Die Herren übertrafen sich selber, hauten eine Präzision sondergleichen in den Saal und ernteten stürmisches Rufen und Klatschen! Für mich persönlich waren die Metropolis Part 2-Songs die Highlights (wie soll’s auch anders sein :-)). Es ist immer noch eine Herausforderung, für diese Band die richtigen Worte zu finden! Der dritte Abend bot dann Cinderella, eine Oper von Russini, der das Aschenputtel vertonte. Mag vielleicht lustig tönen, so war es auch: Viel Humor (der einst sogar spontanes Klatschen erntete!) und auch da die Leistungen von allen Beteiligten liess mich massenhaft Bauklötze staunen! Ich wollte es nicht wahr haben, obwohl es sich unmittelbar vor meinen Augen abspielte! Am letzten Konzertabend war schlussendlich Nightwish zu Gast, die im Enmore Theatre auftraten, das kleiner ist als das Volkshaus und wo im 2003 die Stones einen intimen Gig spielten! Der Gig war auch da Klasse, die Schwerpunkte lagen zu etwa 70% auf dem neuen Album, was den Beginn einer neuen Ära nun wirklich untermalen soll. Gerade mal 5 Songs von älteren Alben wurden gespielt, keiner von Century Child! Annette machte ihren Job soweit gut, trotzdem merkte man, vor allem bei den Ansagen, dass sie noch nicht die nötige Sicherheit hat, jedoch aber extrem gut mit den Bandmitgliedern harmoniert!!! Der Gig begeisterte mich total, will aber nicht zuviel verraten, weil einige von euch in der Halle sein werden und ich nicht die ganzen Überraschungen nehmen will... Nach gut 90min Spielzeit (was bei 3x dreistündigen Sets an den Vorabenden wie ein längeres Intro wirkte) war dann auch schon wieder aus und Schluss. Ich wartete dann noch drei vergebendlichen Stunden in der Afterparty-Location auf die Band, die nicht kam... *sniff*

Leider verschlechterte sich das Wetter gegen Ende meines Trips in Sydney, so war es gerade recht, in den Flieger zu sitzen und richtung Cairns / Port Douglas zu jetten, wo immer die Sonne scheint und noch „immerer“ die Feuchtigkeit herrscht! Man kann kaum einen Schritt machen und schon läuft der Schweiss - Die Masoalahalle wäre als Vergleich eine willkommene Abkühlung!

Port Douglas ist nur ein kleines, aber ruhiges und sehr entspanntes Dörfchen. Viele gemütliche Beizlis schmücken die „Hauptstrasse“ und für viele Leute ist es der Startort zum böötlen oder richtung Cape York (nördlichster Punkt) zu reisen. Für mich war es eine von vielen Zwischenstationen. Nachdem ich das Dorf und Umgebung erkundete, machte ich mich auf die Reise ans Cape Tribulation (etwas nördlicher), das von dickem Regenwald umgeben war, Flüsse mit Krokodilen hat und einige Kilometer an verlassenen Küstenlinien besitzt. Der Regenwald konnte nicht grüner und saftiger sein, die Luft nicht feuchter. Ich bin ja wirklich nicht der Typ, der sein Auto auf die 15° runterkühlt, aber als ich einmal ausstieg, liefen mir prompt die Gläser an!

Am nächsten Tag zog ich weiters nach Cairns. Cairns selber ist mittelgross und extrem am aufkommen, wieso weiss ich auch nicht genau, denn die Stadt hat weder einen speziellen Appeal noch einen weissen Strand. Für die Jungen aber kann hier, je nach Wunsch, 24h-Dauerparty anstehen. Ich selber fand in Cairns eine Attraktion, die ich mir schon in Brisbane vorgenommen habe. Es war wohl das verrückteste Ding, das ich drehte in Australien, aber es hat sich allemal gelohnt! Somit meldete ich mich schnurstracks fürs Skydiven an (Tandemsprung). Kurze Instruktionen und ab ging’s an den Flughafen, wo wir in eine Sardinenbüchse stiegen, die mehr für Frachttransport konstruiert wurde, sich aber gut auch für andere Zwecke eignete, und vor einem Linienflugzeug in die Lüfte segelten, wo mir das erste Mal so richtig bewusst wurde, was ich eigentlich genau mache... Die Höhe wurde schnell gewonnen und als dann die Türe aufging und der erste wahrlich im Nichts verschwand, stieg die Spannung! Ich war ganz am Schluss an der Reihe *schluck*. Da höcklet man am Flugzeug mit ’ner frischen Brise im Gesicht, ein Blick in die Tiefe blieb bis dahin noch erspart, doch dies änderte sich abrupt: Hinter mir schrie mein Instruktor „ready, set....GO“ und schwupps, in der Luft – im freien Fall!!!! Meine Güte, wortwörtlich ist dies ein atemberaubendes Gefühl! Erst wollte ich mich noch irgendwo festhalten, aber da war nix und als der erste Moment vorüber war, quietsche ich nur noch Freudesschreie! Fantastisch, einfach unglaublich! Herrlich, phänomenal – nicht zu beschreiben! Eine ganze Minute dauerte der Freefall! Dort oben war die Luft so schön kühl und windete gütlich. Nach der Landung war ich immer noch „high“ von diesem Adrenalinkick und wusste noch nicht ganz genau, was geschehen ist..... eifachgeil!

Danach verbrachte ich zwei Tage auf Magnetic Island, eine ziemlich tropische Insel, auf der dasselbe Prinzip gilt: Man schwitzt wenn man nix tut und wenn man was tut, schwitzt man noch mehr! Ich mietete da ein nettes Bike und erkundete die Insel. Kleine Hügelchen zwischen den Häusern (oder auch Mini-Dörfchen) machten die Fahrt abwechslungsreich. Der Ausflug an den West Point, wo man nur mit 4WD hinkommt, führte mich durch Bäche, Sand und an x Schlaglöchern vorbei. Am Abend war selbst die „eiskalte“ Dusche zu warm.

Nun, zurzeit bin ich in Airlie Beach und „warte“ auf meinen Trip, der mich zu den paradiesischen Whitsunday Islands führen wird. Danach geht es weiter richtung Süden, richtung Brisbane, wo ich die letzten paar Stops machen werde – Strange, dass bereits nur noch wenige Wochen übrig sind!

Herzliches Cheerz

nepi / Marcel

PS: Ich habe das Advanced bestanden! *jäääähüüüü!*

Montag, 14. Januar 2008

Tasmania - pearl of nature

Hallo Leute!

Nach dem sagenhaften Melbourne war Hobart direkt der pure Kulturschock! Es drückte schon ein bisschen, als man das heisse, sonnige und viel bietende Melbourne verliess und ins kaltwindige, verhältnismässig kleine Hobart kam, wo gerade eine Regatta von Sydney endete und neben dem Jahreswechsel die Aufmerksamkeit der ganzen Stadt auf sich zog. Viele Attraktionen wie Streetperformer (gute bis sehr gute bis zu schlecht-langweiligen), eine Halle mit Essständen aus aller Welt und dementsprechend vielen Leute "begrüssten" mich. Ein scharfer Blick in den Reiseführer klärte mich über unzählige, alte und gut erhaltene Häuser sowie dem Battery Point, ein kleiner Hügel nähe des Stadtkerns, auf und betonten diese Orte, doch ein Besuch an den besagten Stätten injizierten nicht die Begeisterung, welche Melbourne locker tat. Der zweite Tag zeigte sich dann immerhin von der sonnigeren Seite und ein Besuch auf dem Hausberg Mount Wellington bot mir somit eine wunderbare Aussicht über das grossräumige Hobart, welches sich regelrecht an die Bucht drängt. Irgendwie war auch klar, dass Hobart keinen einfachen Stand hatte um gegen Melbourne anzutreten. Dazu kommt noch, dass man nicht nach Tasmanien wegen Hobart geht, sondern Hobart bloss ein wichtiger Knotenpunkt für das Weiterreise-Business ist.
Die Weiterreise führte mich dann auch nach Port Arthur, das ebenfalls im Führer als "well-preserved historic-site" und im gleichen Satz mit "one of Tasmania's prime tourist attraction" gepriesen. So war es dann auch in Wirklichkeit: Riesige Parkplätze und viele Touristen füllten diese kleine, alte Ruinenstadt. Erst wars ja noch ein dicker Spass, durch die Ruinen zu laufen und sich vorzustellen, wie die Leute früher gelebt haben und im Gefängnis schmoren mussten, aber die Ruinen sind dermassen zerfallen und trotz "well-preserved" schweben gewisse Räume nur in den eigenen Vorstellungen herum, machen das Erlebnis zur Anstrengung und mit der Zeit nervte es mich sogar ein bisschen, dass ich ins x-te Haus lief, einen leeren Raum mit leerem Cheminee und einer Tafel "living-room in 1835" antraf. Ich bin zwar geschichtlich sehr interessiert, aber das war wohl eines zuviel...
Dafür stoppte ich noch auf der Fahrt gen Norden an naturellen Sehenswürdigkeiten wie das Tasmanische Blowhole, die Devil's Kitchen (quasi ein Spalt im Felsen, vom Meer erschaffen) und den Tasman Arch, allesamt von der Natur über Jahrtausende erschaffene Highlights, die ein bisschen Erinnerungen an die Great Ocean Road aufbrauchten.
In Triabunna nächtigte ich dann und hoffte auf gut gesinnte Glück, weil mein Mobiltelephon nicht funktionierte, bzw. mein Anbieter kein Netz zur Verfügung stellte, dass ich am nächsten Morgen mit dem ersten Boot auf die Maria Island schiffen kann. Das Glück blieb mir hold und ich konnte an die Stelle von vier nicht erschienen Personen einspringen und rüber auf die Maria Island düsen. Wolkenloser Himmel liessen meine Erwartungen steigern. Erst wars zwar etwas Nervenkitzel, denn es galt das letzte Boot um 4pm zu erreichen, doch je länger ich lief, je höher ich stieg, je mehr Gipfelluft ich schnupperte, desto mehr wusste ich das dies machbar ist. Durch dickes Gestrüpp ging’s, wo ich übrigens eine giftige Black Tiger bei ihrer Mahlzeit störte, an hohen Bäumen vorbei und schlussendlich über etwas Steiniges dem Gipfel entgegen, welcher mir eine hervorragende Sicht über die Insel aufs Festland und auf Strände entblösste, die ich nie erdachte! Ein gemütlicher Rast und der Genuss auf dem Gipfel liessen die Zeit nur so an den Abstieg drängeln, der im Übrigen stress- und tadellos verlief...
Nächste Station war der Freicynet Nationalpark (wie dä Schämpis), der neben den bolligen Hügeln The Hazards und dem makellosen Wineglass Bay (check pix!) verschieden lange Walks zu bieten hat. Ich suchte mir den längsten aus und soweit ging auch alles gut, bis ich den Weg schlichtwegs nicht mehr fand. Der Kompass war weniger das Problem, mehr die Gratislandkarte, welche einem Kinderkroki ähnelte. Ich suchte den Pfad, versuchte verschiedene Methoden, darauf zu gelangen, lief dem Meer entlang, brach ins Dickicht ein, wo mir ausser Frust und Spinnenweben im Gesicht nicht wirklich Erfolg brachte. Somit gings zurück und direkt an den Wineglass Bay (der übrigens letzthin vom US-Magazin "outside" unter die Top10-Beaches gewählt wurde), welcher dann auch wirklich hielt, was er versprach. Sand so weiss wie chlorfreies Papier wurden von riesigen Wellen bespühlt und umwühlt. Bis an diesen Moment hätte ich nie gedacht, dass ein Strand dermassen imposant sein kann! Ein Lookout bestätigte dann dies nochmals und als ich am Ende noch auf dem Mount Amos, einer der Hazard-Hügel, ankam, verhärtete sich diese Preislobung! Fantastisch!
Tags darauf fuhr ich nach Launceston, die zweitgrösste City auf der Insel, wo ich mir einen kleinen Eindruck des Städchens verschuf und zielstrebig ein neues PrePaid machen liess. Das Tagesziel hiess dann aber Stanley, wo The Nuts, ein Felskloss, der wie ein angebrannter Pfannkuchen am Meere thront. Auch ist ein Rundgang auf dem Plateau möglich, der, trotz windigen Verhältnissen, eindrückliche Schnappschüsse zuliess. Das Meer war an diesem Abend Ebbe was die Strände ins schier Unglaubliche dehnte. Erst dachte ich, die Strände seien dort immer so, doch am nächsten Tag bewies mir die Flut eines anderen!
Doch was als nächstes folgte, ist in jedem noch so lausigen Ferienprospekt über Tasmanien erwähnt und bebildert: Cradle Mountain Nationalpark, neben dem Wineglass Bay wohl das Aushängeschild und Magnetpol der Insel schlechthin! Da in dieser Zeit ziemliche High-Season (or you pay my friend :-) ) herrscht, blieb mir bloss noch die Wahl einer unpowered Alpine Hut. Ich als platzsparender Reisender habe mir natürlich ein dünner Schlafsack gekauft (+8°), was sich im Nachhinein als fataler Fehler entpuppte. Die Nächte tendierten gegen den Nullpunkt und Nepi suchte vergebens nach Wärme. Beim ersten Erwachen mussten mehrere Schichte angezogen werden, beim zweiten Mal musste eine ungebrauchte Matratze als Deckenersatz hinhalten. Obwohl die zweite Nacht dann etwas besser und die dritte verhältnismässig sehr gut verschlafen wurde, schwitzte ich nie in dem Hüttli!
Wie auch immer, ich liess es mir nicht entgehen auf den Cradle Mountain zu laufen, ein beliebtes Wanderziel, wie ich feststellte, und genoss dort die Aussicht auf verschiedene, kleine Seen und ins weite Land, wo vereinzelte weitere Berge auf ihre Besteigung warten und der berühmte Overland Track hindurch führt und im nächsten Park, dem Lake St. Claire, endet. Ebenfalls krabbelte ich auf den noch weiter entfernteren Barn Bluff, der noch weiter im Lande vorzufinden ist und sich nur noch wenige verirren. Auch da genoss ich das tadellose Wetter und eine super Aussicht, wohin man auch immer schaute! Obwohl der "Schlussspurt" etwas rassig ist, kann ich diese Gipfel nur empfehlen (nur für den Fall dass mal jemand per Zufall hier vorbeischaut...).
Die nächsten Tage sollten dann im südlichen Bruder, dem angehängten Lake St. Claire Nationalpark, diesen Erlebnissen anknüpfen. Der Walk am See entlang (letzter Teil des Overland Tracks) zeigte sich von einer ungeheuren Naturvielfalt. Auch wenn das Wetter nicht mehr so wollte (einige wenige Tropfen fielen), es blieb glücklicherweise freundlich gesinnt.

Jp, und bevor ich wieder nach Hobart zurückgekehrt bin, habe ich noch einen kleinen Abstecher in den Mount Field Nationalpark gemacht, ein kleiner, herziger Nationalpark, der sich mit allen Kräften um Publikum bemüht. Die Walks hier sind eher kürzer und können somit alle ziemlich gut und ohne Stress an einem Tag genossen werden. Der Tall Tree Walk beispielsweise zeigt Bäume, die zu den Grössten weltweit (nicht bloss „in the southern hemisphere“) gehören.

Jp, das war's soweit von der Insel der Insel...

Hebed e gueti Ziit und bis glii wieder...

cheerz
nepi / Marcel